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Dienstag, 22. Oktober 2019

Das Ende des Blogs

Das Ende des Blogs

Leider muss ich darüber informieren, dass dieser Blog nicht weiter betreut wird.
Literatur auf viola.semper.at steht nach wie vor kostenfrei zum Lesen zur Verfügung.
Zusätzlich erscheint Ende 2019 mein Wiener Literaturführer im Falter Verlag, der einerseits durch die Wiener Literaturgeschichte führt, andererseits zu Spaziergängen zu Wiener Literaturdenkmälern einlädt. Nähere Informationen dazu: literatur.wien

Samstag, 18. März 2017

Sydney Tag 3 - Ein Konzert auf der Reise musste sein!

Ein Fährenausflug und ein Ausflug in die wundervolle Welt der Adele

Am Rückweg von Manly - mit dem Sydney Opera House :)
An unserem letzten Tag in Sydney hatten wir nicht viel vor, denn am Abend würden wir - gemeinsam mit rund 100.000 anderen Menschen ins ANZ Stadion pilgern, um Adele live zu sehen.
Eines stand allerdings noch auf unserer To-Do Liste: Mit der Fähre nach Manly fahren, um die Skyline vom Wasser aus zu sehen.
Manly ist leider wie Bondi - überfüllt, touristisch und irgendwie schlicht nichts Besonderes. Die Fährenfahrt alleine hat sich allerdings ausgezahlt: Der Blick zurück auf das Opernhaus und die Harbour Bridge war den Ausflug allemal wert. Am Heimweg blieben wir noch kurz stehen, um das Queen Victoria Building anzusehen - dann war unser Sight Seeing Tag auch schon wieder vorbei.

Ein Feuerwerk, tausende Papierschnipsel und Partytstimmung

I set fire to the rain....
Am Abend genossen wir unseren letzten Abend in Sydney beim umwerfenden Konzert von Adele, die zum aller ersten Mal in Australien auf Tour war. Die Anreise war schrecklich, zusammen gequetscht mit tausenden anderen Fans pilgerten wir mit der Schnellbahn ins olympische Dorf. Die Menschenmassen schienen nie zu enden und ich ertappte mich dabei, wie ich mich fragte ob es das wirklich wert ist. Und wie es das wert war! Das Konzert war umwerfend und war ich davor nur ein bisschen Fan von Adele - jetzt bin ich richtig von ihr überzeugt! Die Atmosphäre war toll, die Musik, die Effekte, was sie uns erzählte, berührend und lustig und stimmungsvoll. Ein wahrlich gelungener, letzter Abend in Sydney.

Live Konzerte sind doch etwas ganz anderes als zu Hause
Musik zu hören... Danke Adele!

Jetzt gibt es erst einmal ein paar Tage Entspannung, bevor unsere Reise weitergeht - und zwar nach Hawaii!

Und zum Abschluss


Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar von Australien inspirierte Texte auf.

Donnerstag, 16. März 2017

Sydney Tag 2 - Kulturprogramm und Strandfantasien

Noch eine Bibliothek und der berühmteste Strand der südlichen Hemisphäre
Das Government House in den
Botanischen Gärten von Sydney

Auch Tag 2 in Sydney ist vom Standard-Touristenprogramm geprägt. Zuerst ging es zurück zum Opera House (nur um zu sehen, ob es noch da ist), dann spazierten wir erneut durch die Botanischen Gärten, um einen genaueren Blick auf das Government House, das darin steht, zu werfen. Danach war der erste (neue) Stopp die State Library of New South Wales.

Von Büchern und verschlossenen Türen

Der Eingang zur Bibliothek befindet
gleich daneben.
Der Lesesaal der State Library
of New South Wales
Die magische, verschlossene Tür der
Bibliothek
Die Bibliothek in Sydney reiht sich hinter Melbourne und Adelaide als die meiner persönlichen Meinung nach dritt schönste State Library in Australien ein (wobei ich nur vier State Libraries bis jetzt besuchen konnte). Die gerade einmal 70 Jahre alte Bibliothek ist zu gebrechlich, als dass Besucher auf die Galerie hinauf dürften (Ich musste mich zusammenreißen, nicht laut loszulachen, nach dieser Begründung.) Aber gut, Regeln sind Regeln und ich konnte trotzdem die Bibliothek, die Ausstellungen in der Bibliothek und die magische Anziehungskraft einer bestimmten verschlossenen Tür genießen.
Dahinter sollte der Shakespeare Raum sein. Ob er es wert gewesen wäre, gesehen zu werden, werde ich wohl nie erfahren. Die Tür war verschlossen und kein Mitarbeiter der Bibliothek in der Nähe...


Die magische Decke von Hogwarts ist real!

Das Innere der St. Mary's Cathedrale in Sydney -
sieht die Decke nicht aus wie ein Nachthimmel und
die Wand als wäre es eine Außen- statt Innenwand?
Nach der Bibliothek von Hogwarts in Adelaide, bin ich auf einen weiteren Hinweis gestoßen, dass die Geschichte von J. K. Rowling wahr sein muss: Die St. Mary's Cathedrale in Sydney hat eine ganz besondere Atmosphäre. Nicht nur ist sie die größte Kirche Australiens und die größte römisch-katholische Kirche der gesamten südlichen Hemisphäre - nein, ihr Innenleben ist einmalig. Beim Eintreten sieht es aus, als wäre es draußen Nacht und die Kirchendecke würde den Nachthimmel zeigen. Leider verschwindet dieser Eindruck nach genauerer Betrachtung, trotzdem war die Kathedrale jede Sekunde, die ich in ihr verbracht habe, wert!



Sehen und gesehen werden

Der angeblich berühmteste Strand der südlichen Hemisphäre ist der Bondi Beach von Sydney. Bondi ist ein Aborigine Wort für "Wasser, das an Felsen bricht" oder für das "Geräusch von Wasser, das an Felsen bricht". Für seine Berühmtheit hat der Strand recht wenig zu bieten. Der Stadt-Strand ist wie jeder Stadt-Strand von zu vielen Menschen besiedelt (gut, wir kamen nach einem Regenschauer hin, an einem Wochentag, außerhalb der Ferienzeit - darum mag es nicht so besiedelt aussehen, aber sucht online nach Fotos vom Strand - ansonsten ist er immer bevölkert und wir sind von den menschenlosen Stränden in Great Lakes Council verwöhnt). Die Schönheit steht weit hinter der, der endlosen Sandstrände, die wir hier in Hawk's Nest gefunden haben und die Straße ist so Nahe, dass man die Autos permanent fahren hört. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass es an diesem Strand nur darum geht "zu sehen und gesehen zu werden" - Gut, was auch immer das heißen soll, ich werde nicht noch einmal dorthin fahren.

Bondi Beach - Ein Strand so normal, dass er es nicht verdient so berühmt zu sein.

Und zum Abschluss


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Mittwoch, 8. März 2017

Sydney Tag 1 - Der Blick auf das Opernhaus und die Hafenbrücke

Einmal durch Sydneys Zentrum

Für unseren ersten Tag in Sydney, wollten wir ein bisschen das klassische Touristen-Programm erledigen. Das heißt: Opera House, Harbour Bridge, The Rocks, Mcquarie Walk, Botanical Gardens, Darling Harbour... Volles Programm eben!

Unser aller erster Blick auf den Sydney Harbour :)

Die Hafenfront vom The Rocks Viertel

Das historische Viertel von Sydney

The Rocks ist das älteste Siedlungsgebiet Australiens. Ein paar alte Häuser haben überlebt und rund herum hat sich ein gemütliches Restaurant- und Touristenviertel entwickelt, in dem man super lecker Mittagessen kann. Von der Hafenseite hat man zudem atemberaubende Blicke auf das Opera House und die Sydney Harbour Bridge.

Über die Brücke - oder doch nicht?

Ein Erlebnis in Sydney ist es über die Harbour Bridge zu marschieren. Wer oben rauf möchte, um die beste Aussicht zu haben, zahlt sich nicht nur dumm und deppert, sondern hat einen beschwerlichen Kletterweg (aber für Kletterfans.. Das kann ich nicht beurteilen!). Der normale Weg auf der andere Seite ist zum Glück gratis - wenn auch trotzdem verdammt lange. Bei der Hälfte haben wir beschlossen unsere 100 Fotos hinunter auf den Hafen und die Stadt sind genug und wir können umdrehen - am anderen Ufer erwartet uns nichts Spannendes.

Am Ufer entlang, durch den Garten hindurch

Ich beim Kuscheln mit einem
Faun im Botanischen Garten
Danach spazierten wir zurück durch The Rocks zum Opera House, um es uns aus der Nähe anzusehen. Außerdem beginnen direkt dahinter die Botanischen Gärten, ein Muss in jeder Stadt. Leider sind diese hier etwas.. Es gibt wirklich beeindruckende alte Bäume aus der Zeit der ersten Siedler, aber die Größe und Gestaltung ist kein Vergleich zu irgendeinem der anderen botanischen Gärten, in denen wir waren. Von dort spazierten wir dann den Mcquarie-Walk zum Aussichtspunkt an einer kleinen Halbinsel entlang. Erneut hatten wir einen super Ausblick auf die Harbour Bridge und das Opera House.
Der Blick vom Maquarie Lookout auf das Opera House und
die Sydney Harbour Bridge

Hard Rock als Tagesabschluss

Ein netter Brunnen am Darling Harbour
Am Ende unseres ersten Tages in Sydney ging es nach Darling Harbour, wo wir entspannt am Wasser entlang spazierten. Mit Blick auf den Hafen genossen wir unser Abendessen im Hard Rock Café. Eigentlich wollten wir als Nachspeise Churros essen, in einem speziellen Lokal, das es hier geben sollte. Leider hat es vor einiger Zeit geschlossen.

Und zum Abschluss


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Neuseeland Tag 8 - Milford Sound

Was versteckt sich hinterm Wasserfall?
Ein Wasserfall, bei dem
wir vorbeigekommen sind.

Ein Muss auf jeder Neuseelandreise! Das Erlebnis auf der Südinsel! Einfach atemberaubend! - So beschreiben ganz viele Menschen Milford Sound - einen Fjord, nein nicht einen Fjord, DEN bekanntesten Neuseeländischen Fjord. Darum mussten wir auch eine Tour buchen.
Achja und ja es ist ein Fjord und kein Sound - ein Sound wird im Gegensatz zu einem Fjord von einem Fluss und nicht von einem Gletscher geschaffen und gespeist. Die Namensverwirrung geht auf die Einfachheit der englischen Sprache zurück, die bei der Entdeckung der Neuseeländischen Fjords kein Wort für Fjord besessen hat.



Ein Panorama der Landschaft bevor wir über die Berge gedüst sind.


10 Stunden im Bus und 2 am Boot

Die Stimmung auf der Brücke mit dem Blick auf diesen Fluss
ist einfach einmalig.
Ja, genau so hat die Tour ausgesehen. Allerdings mit Pausen. Und die Busfahrt war ein Erlebnis. Während sich in der Morgendämmerung in Queenstown ein schöner Tag ankündigte, wurde es im Laufe der Fahrt immer dunkler. Beim Passieren der Neuseeländischen Alpen, um zur Westküste zu gelangen, durchschritten wir auch die Wetterscheide. Während an der Ostküste gerade einmal an die 600 mm Niederschlag im Jahr fallen, sind es an der Westküste um die 6.000 mm pro Jahr. Wenn wir unserem Busfahrer glauben, dann am Milford Sound sogar 8.000 mm pro Jahr!


Robben auf den Felsen - Ja, man muss zwei Mal hinsehen.
Dementsprechend ändert sich auch die Vegetation. Die ausgetrockneten Wiesen, werden zu üppigen Nebelwäldern. Die Bergkuppen sind in weiße Wölkchen gehüllt, die Bäume mit Moos bewachsen. Und von den Gletschern führen Bäche und Flüsse hinab und stürzen sich als Wasserfälle über kahle Steinwände und plätschern über abgerundete Steine in Flussbetten durch den Märchenwald.
Eine weitere Herausforderung war die Fahrweise unseres Coach. Da dieser vier Mal die Woche die Strecke Queenstown-Milford Sound fährt, ist er ein bisschen genervt gewesen von den Touristen, die nicht mit über 100 km/h die kurvige Bergstrecke fahren. Darum hat er versucht zu überholen. In Kurven, auf Bergkuppeln, wo auch immer. Und die Auto-Touristen wollten sich das anscheinend nicht gefallen lassen und stiegen aufs Gas: Das hat dazu geführt, dass wir streckenweise einfach auf der rechten Fahrbahn gefahren sind (Neuseeland hat Linksverkehr!). Wir haben es aber überlebt, genauso wie die Todesfahrt nach Glenorchy - was ist nur los mit den Neuseeländischen Busfahrern?


Der Milford Sound

Die Wasserfälle des Milford Sound
In strömenden Regen bestiegen wir die "Cruise Milford" - das Cruise Ship, das uns über den Fjord bringen soll. Trotz des grauslichen Wetters war der Ausflug die viel zu teuren Tickets wert. Von den steilen Bergwänden plätscherten die Wasserfälle hinab und auf einem Felsen ruhten sich Robben aus. Ein cooles Erlebnis war das direkte Hineinfahren in einen Wasserfall - Klatschnass bin ich geworden, aber das war es so was von wert!
Alles in allem ist der Milford Sound ein beeindruckendes Erlebnis, auch wenn ich sagen muss, dass es bestimmt nicht das Tollste in Neuseeland war. 

Und zum Abschluss


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Sonntag, 5. März 2017

Neuseeland Tag 6+7 - Rangiora und Queenstown

Der südlichste Punkt meiner Reise

Nach sechs unglaublich schönen Tagen in Oxford war es Zeit, weiterzureisen. Nicht aber ohne einen letzten Stopp. Für eine Stunde spazierten wir durch den kleinen Ort Rangiora. Auch hier hat das Erdbeben 2007 viel zerstört - davon ist aber kaum mehr etwas zu sehen.
Danach ging es schon weiter zum Flughafen, um nach Queenstown zu fliegen. Diese Kleinstadt liegt malerisch zwischen Bergen und dem Wakatipu See, um 45°S - damit ist es die südlichste Stadt meiner Weltreise und vermutlich auch die südlichste Stadt, in der ich je sein werde. Außer irgendwann geht es zum Südpol, wer weiß das schon.
Der Blick vom Queenstown Hill auf Queenstown und See

Oh wunderschöner See

Aus der Gondel hinausfotografiert... 
Am türkisfarbenen Wasser kann man sich genauso wenig satt sehen, wie man das Rauschen der Wellen nie zu lange hören kann. Unser kleiner Spaziergang am ersten Abend in Queenstown, zeigte uns wie unbeschreiblich schön die Welt sein kann. Erneut. Ich weiß, das schreibe ich oft, aber dieses Mal... Fotos sagen mehr als tausend Worte.

Eine Gondelfahrt und eine Nahtoderfahrung später

Den zweiten Tag starteten wir mit der Gondel auf den Queenstown Hill. Wieder einfach nur um zu schauen, zu staunen und zu genießen....
Leider blieb uns nicht allzu viel Zeit, weil wir den Bus nach Glenorchy erwischen wollten. Damit begann die Nahtoderfahrung. Egal, wie kurvig, voller Schlaglöcher oder steil es war, des Busfahrers Fuß klebte am Gaspedal. Immer. Während das Lenkrad - als wäre es voll Lebenslust überdreht - hin und her schwankte. Zitternd, schwindelig und zum Übergeben übel kamen dann in Glenorchy an und genossen erneut, wer hätte es gedacht, den atemberaubenden Blick auf den See. Ich habe das Gefühl, ich wiederhole mich. Mea Culpa.

Mehr fehlen die Worte.. 

Und zum Abschluss


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Freitag, 3. März 2017

Neuseeland Tag 5 - Oxford und Ashley Gorge

Damit der Wind uns nicht verbläst

Im Sonnenschein muss die Schlucht noch schöner sein!
Zwei Programmpunkte standen am heutigen Tag in Neuseeland: Das kleine Örtchen Oxford, neben dem wir zur Zeit wohnen, und Ashley Gorge - die Schlucht, in der der Ashley River fliest. Ein wunderschöner Platz bei gutem Wetter. Dank Nordwest-Wind jedoch eher eine windige Angelegenheit.

Oxford - ein Museum und viele Geschäfte

Liebevoll dekoriertes Geschäft in Oxford
Bei unserem Spaziergang durch Oxford entdeckten wir viele liebevoll dekorierte Geschäfte, die nicht nur von außen, sondern auch von innen ein Augenschmaus sind. Ein kurzes Vergnügen bot uns die Art Gallery, in der Neuseeländische KünsterInnen ausgestellt sind. Gruselig und vor allem stinkig war es im alten Gefängnis, in Oxford groß als "Historic Site" (Historische Stätte) angeschrieben. Zu Mittag gab es dann traditionelle "Meat Pies" - Yummy!

Ashley Gorge - Ein bisschen Wasser hat noch keinem geschadet


In Ashley Gorge auf den Fluss schauen, ist fast so schön,
wie auf das Meer zu blicken
Am Nachmittag machten wir uns auf in die Schlucht des Ashley River. An diesem Ort wurde der Kinderfilm "Pete's Dragon" gedreht. Und genau so sieht es auch aus: Wie eine Filmkulisse! Der glasklare Fluss schlängelt sich durch die steil herabfallenden Felswände und mit üppigen Grün bewachsenen Hügel. Trotz Wind und Wolken wagten wir uns in das kalte Wasser, froren ein bisschen und hatten eine ordentliche Portion Spaß. Auch ohne Sonne bot die Schlucht Traumausblicke!

Schwimmen im Ashley River - Brrr..

Auch Neuseeland hat schöne Sonnenuntergänge

Und zum Abschluss


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Donnerstag, 2. März 2017

Neuseeland Tag 4 - Bushwalk

Baumgeflüster in Neuseeland

Nach dem vollen Programm der ersten Tage, ging es einmal ein bisschen ruhiger los. Nach entspanntem Frühstück, fuhren wir den Bergen entgegen, um den Wharfdale Track ein Stück zu wandern. Unser Ziel waren die Ryde Falls (Wasserfälle).
Der atemberaubende Ausblick auf die Berge

Neuseeland - Das Land der Schafe

Neuseeland wird bestimmt vielen Klischees gerecht. Ich kann jedenfalls nur für eines bürgen: In Neuseeland leben unzählbar viele Schafe und zwar überall. Bei jedem Ausflug sind wir bei Schafkoppeln vorbeigekommen. Wo wir wohnen, gibt es Schafe - jeder hier hält sich ein paar. Und es ist toll. Ich mag das Schaf-Klischee.

Der sich immer wandelnde Wald

Mein Engel-Bär-T vor dem Märchen-Wasserfall
Der Ausblick durch den
Märchenwald
Bei unserem kleinen "Hike" durch den Neuseeländischen Bush verändert sich der Wald ständig. Beech Trees, Bäume mit schwarzen Stämmen, zierten zu Beginn unseren Weg, dann kamen wir tiefer in einen richtigen Märchenwald: Hier wuchsen Farne zu allen Seiten. Am Rückweg war es auch die Stelle, an der die Fantails Vögel, ganz nahe zu uns gekommen sind, um mit uns zu plaudern. Gegen Ende konnten wir bereits den Fluss rauschen hören und dann brach vor uns der riesige Wasserfall in die Tiefe. Das Wasser beruhigte sich in einem natürlichen Swimmingpool. Es war so verlockend! Am liebsten wäre ich in das eisige Wasser schwimmen gegangen. Nur wenige Meter weiter stürzt der Fluss den nächsten Wasserfall hinunter. Neuseeland ist wahrlich ein Land zum Staunen.

Und zum Abschluss


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Und wenn Du Bäume und Wälder liebst, schau doch auf viola.semper.at/baumgefluester vorbei - dort kannst Du das Buch "Baumgeflüster" voller Baumbilder und -texte kaufen!


Mittwoch, 1. März 2017

Neuseeland Tag 2+3 - Castle Hill, Wildlife Resort und Maori-Kultur

Narnia liegt in Neuseeland!

Ich - in Narnia :) - Castle Hill, Neuseeland
Vater Natur zeigt sein
wahres Gesicht.
An unserem zweiten Tag in Neuseeland gab es eine Reise durch den Kleiderschrank, am Porters Pass entlang zu Castle Hill! Die Landschaft hat mir den Atem geraubt - nach tausenden "Ohs", "Ahs" und "Wows", ging die Foto-Session los. Zehn Meter hohe Felsen oder noch höher, man bin ich schlecht im Schätzen, stehen herum - als wäre es einst ein Riesenschloss gewesen, verfallen im Verlauf der Zeit. Ist es aber nicht. Auch wenn noch ungeklärt ist, woher die Felsen kommen, sie stammen von Mutter Natur (oder eher von Vater Natur - siehe Foto). Hier wurde die berühmte Kampf-Szene in Narnia gedreht und mich wundert es nicht, es sieht tatsächlich aus, wie aus einer anderen Welt. Ach, könnte ich nur noch einmal zurück...


Kiwis, Keas, Wallabies und ein besonderes Schwein

Finde den Kiwi :)
Am Nachmittag ging es dann in das Willowbank Wildlife Reserve zurück in die Nähe von Christchurch. Dort konnten wir heimische, aber auch eingewanderte Tiere (also im Prinzip ein Zoo) anschauen. Besonders cool war die "Kiwi-Führung", bei der wir gelernt haben, warum Kiwis die coolsten Vögel überhaupt sind. Diese Tiere haben offiziell eine Lebenserwartung von 80 Jahren - im Willowbank haben sie jedoch ein Kiwi-Weibchen, das 119 Jahre alt ist und immer noch Eier legt! Wenn das nicht beeindruckend ist?
Ein Kea auf meiner Schulter

Ja, dieses Tier ist ein Schwein
Außerdem waren alte Farmtiere, solche, die die ersten europäischen Siedler hatten, zu sehen. Darunter das Schwein, das leider eine Model-Karriere nicht einschlagen kann. Und meiner Meinung nach eher in eine Welt voller Mythen und Monster passt als in unsere, aber ... Irgendwie ist es doch auch süß, oder?

Ko Tane - Maori Performance und Hangi Abendessen

Maori-Performance mit Musik und Tanz
Nach der Kiwi-Führung ging es gleich weiter zur Ko Tane Performance. Hier wurde uns das traditionelle Aufeinandertreffen zweier Maori-Clans gezeigt, anschließend traditionelle Musik und Tänze. Bis auf die Tatsache, dass ich mich beim Mitmachen mehr als nur blamiert habe, ist diese Performance echt einen Besuch wert.
Danach gab es traditionelles Maori-Neuseeland-Abendessen mit Hangi. Hangi ist eine spezielle Zubereitungsart von Fleisch und Gemüse. Dabei wird ein Loch in der Erde mit heißen Steinen ausgelegt, darauf kommt Fleisch und Gemüse, dann wird es mit Blättern bedeckt und danach mit Dreck. Nach ein paar Stunden kann man das fertig "gekochte" Essen ausgraben.

Ab zum Strand Waikuku

Unpackbar! Das Meer hier auf der Südinsel Neuseelands ist so anders als in Australien oder Bali oder irgendwo auf der Welt, wo ich je war. Noch nie habe ich ein so türkises Meer gesehen. In Australien hat es dieses dunkle, tiefe Ozean-Blau. In Griechenland ist es glasklar und ein helles, zartes Blau und hier ist es einfach türkis. Eine ganz eigene türkiserne Farbe. Ich könnte stundenlang sitzen und auf die Wellen schauen.. Aber man will ja auch noch anderes erleben..
Waikuku Strand - Das Blau des Meeres war in Echt noch viel beeindruckender!


Und zum Abschluss


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Dienstag, 28. Februar 2017

Neuseeland Tag 1 - Christchurch

Aus alt macht neu - Christchurch im Wiederaufbau

Christchurch hat auch trotz Baustellen und Schutt einen gewissen Charme hinter so mancher Ecke
Lesen im öffentlichen Raum :)
Nach dem Erdbeben 2007 war Christchurch dem Erdboden gleich gemacht. Seit dem sind zehn Jahre vergangen - viel ist wieder aufgebaut, anderes nach wie vor in Ruinen. Aber auch daraus haben die Neuseeländer das Beste gemacht. Straßenkunst, Skulpturen und Graffiti zieren das Straßenbild.


Durch die botanischen Gärten

Wie in jeder Stadt sind die botanischen Gärten unser erster Stopp. Und zum ersten Mal haben die Rosen im Rosengarten tatsächlich geblüht! In allen anderen Städten war es einfach zu heiß. Ansonsten verschwimmen die botanischen Gärten langsam zu einer Masse - überall sind es schöne, schattige Parks, überall gibt es etwas, das heraus sticht: Der Orchideengarten in Singapur, der Mangrovenwald in Brisbane, die veralgten Seen in Melbourne, die Kakteen in Adelaide und in Christchurch waren es eben die Rosen.

Rosengarten im Botanischen Garten Christchurch

Die Geschichte Neuseelands

Darstellung einer Maori-Frau beim Kochen
Im Museum von Canterbury, das gleich neben den botanischen Gärten steht, wird ein Teil der Geschichte Neuseelands gezeigt. So haben wir erfahren, dass die Maori auch erst vor 800 Jahren nach Neuseeland gekommen sind, wie sie gelebt haben und was auf ihrem Speiseplan damals stand.

Auf zur Kathedrale

Die Kathedrale von Christchurch ist komplett zerstört worden - und nach wie vor im Wiederaufbau. Dennoch ist das Zentrum der Stadt rund um sie herum. Der "Container-Markt", ein Markt, der nur aus Containern besteht, hat den alten Gebäude-Markt nach 2007 ersetzt und ist jetzt eine wahre Sehenswürdigkeit, in deren Mitte verschiedene Skulpturen stehen. Aber nicht nur Kunst ist auf der Straße zu finden, es gibt auch leckeres Streetfood, so haben wir zum Beispiel beim "Lucky Ninja" japanisch Mittag gegessen.
Eine Skulptur am Container Markt
Auch andere Gärten, Denkmäler und der Avon River geben der Stadt ein schönes Gesicht. Das Auffälligste sind jedoch die vielen Baustellen, Kräne, Schutthaufen, die nach wie vor damit beschäftigt sind, Christchurch zur seinem alten Gesicht zu helfen. Das kenne ich nicht, aber das neue steht ihm auch nicht so schlecht.


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Montag, 27. Februar 2017

Hawk's Nest und Tea Gardens Part 2

Kleine Ausflüge mit großem Staunen
Sugerloaf Point Leuchtturm


So viele kleine Tagestrips führten uns an die schönsten Orte der Gegend. Ein bisschen spazieren, ein paar Second Hand Shops und die besten Aussichten.
Eine Tour führte uns zum höchsten Baum der Umgebung, im Myall Lakes National Park. Er ist 76 m hoch und vermutlich um die 400 Jahre alt.

Hoch zum Leuchtturm

Nächster Stopp war bei den "Seals Rocks", wo wir hoch zum Sugerloaf Point Lighthouse spazierten. Die Aussicht war einfach traumhaft. Geradeaus das endlose Meer, das in der Sonne glitzert, zu beiden Seiten unberührte, einsame Sandstrände und wenn man sich umdreht: der Blick über die Felsen mit einem Wasserfall und danach "Bush" - einfach australischer "Bush".

Ab ins Inland

Ein altes Haus in Dungog
Um auch einmal ein bisschen Inland-Australien zu sehen, fuhren wir nach Dungog und Strout. Zwei kleine Städtchen, die ein paar Häuser aus Kolonialzeit hatten, unglaublich schöne Second Hand Läden und ein altes Pub, in dem wir Mittagessen konnten. Kaum geht es inwärts, gibt es mehr "Dirt Roads" - unasphaltierte Straßen, die Hitze wird brütender - eh klar, so weit weg vom Meer - und die Straßenränder sind von großen Kettle-Farms (Kuh-Farmen) umgeben.

Der Traum vom Wein

Die Weinreben im Hunter Valley
Ein anderer Trip führte uns ins weltberühmte Hunter Valley - die älteste Weingegend Australiens. Verdelho und Semillon sind die berühmten Weisweinsorten, die dort angebaut werden. Aber nach ein paar verschiedenen Verkostungen muss ich sagen: Auch der Rotwein (Sangiovese)  war nicht von schlechten Eltern. Außerdem genossen wir die wirklich schönen Blicke über die Weinstöcke. Ein bisschen traurig waren die Trauben: vertrocknet und klein hingen sie wie Rosinen an den Stöcken. So ein trockenes Jahr wie dieses hat es schon lange nicht mehr gegeben.
Weil das Hunter Valley so berühmt ist, gibt es auch sehr viele "Touristendörfer" - kleine Häuseransiedelungen wo lokale Weine, Käse, Schokoladen, Souvenirs, Bücher, Kleider, Möbel - einfach alles verkauft wird. Diese Einkaufsdörfer haben jedoch einen gewissen Charme, weil sie so liebevoll und geschmackvoll in die Landschaft gebaut werden. Auch die Shops bieten besondere Kleinigkeiten - die man sonst nicht so einfach bekommt. Trotzdem befürchte ich, dass sie bald überhand nehmen könnten und alles zerstören, was diese Gegend so schön macht.
Die Straßenkunst von Kurri Kurri
Die ehemalige Bergbau-Stadt Kurri Kurri hat ebenfalls auf den Tourismus umgesattelt: Die ganze Stadt ist von Grafitti geziert. Berührende, bunte, frustrierende, graue, lustige und nachdenklich stimmende Bilder sind in der ganzen Stadt verstreut und warten nur darauf entdeckt zu werden.

Eine Schönheit zwischen Meer und See

Der letzte Ausflug brachte uns nach Forster und Tuncurry - Zwillingsstädte, die nur von einem Fluss getrennt sind. Der Fluss führt von einem See, der traumhaft ruhig da liegt, in die Strömung des Meeres, wo sich Delfine (und leider auch Haie) tummeln. Die Kleinstadt hat etwas Ruhiges und Touristisches (was bestimmt auch den Touristenshops liegt... Wie Schwammerl im Wald).


Der frühe Vogel genießt den Sonnenaufgang

Atemberaubender Sonnenaufgang in Hawk's Nest
Australische Sonnenaufgänge sind anders, besonderer, umwerfender, magischer als die in Europa. Vielleicht liegt das aber auch nur an den einsamen Stränden und am Meer und der Tatsache, dass wir an der Ostküste wohnen, wo der heiße Feuerball direkt aus dem Wasser aufsteigt. Oder an den Delfinen, die wir in der Ferne vor der Sonne sehen konnten. Jedenfalls rauben sie uns den Atem. Das frühe Aufstehen lohnt sich. Die kühle Luft vergeht auch schnell, wenn die Sonne erst einmal da ist und dann ist es so friedlich, dass man vor Rührung tanzen könnte. Zumindest mache ich das. Und schleudere mit den Fußen Sand in die Luft. Sonnenaufgänge sind toll.

Und zum Abschluss


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Mittwoch, 15. Februar 2017

Hahndorf - Wie wir Deutschland auf der Südhalbkugel entdeckten

Ab nach Deutschland - 45 Minuten mit dem Bus von Adelaide

Da nach zwei Tagen Sight Seeing in Adelaide kaum noch etwas für uns Interessantes übrig war, beschlossen wir einen Ausflug in das Hinterland zu unternehmen. Für Adelaide haben wir uns wirklich die falsche Zeit ausgesucht. Im März ist hier Festival Season und die Straßen bersten vor Publikum - Kunst, Streetfood, Musik - da kommt dann alles auf einmal, aber im Februar gibt es nur Baustellen und gesperrte Parks weil alles für die Festivals aufgebaut werden muss.

Lederhosen, Kuckucksuhren und ... Wein?

Mein erster Blick auf Hahndorf
nachdem ich aus dem Bus gestiegen
bin.
Unser Ausflug führte uns nach Hahndorf - ein Dorf, das Anfang des 19. Jahrhunderts von deutschen Protestanten gegründet wurde, die wegen religiöser Verfolgung ihre Heimat verlassen hatten. Versprochen wurde uns ein uriges Dorf, mit traditionellen Bauten - bekommen haben wir eine Touristen-Shopping-Meile. Neben tausenden Kleidergeschäften, Souvenirs - ein bisschen Kunst - warteten auch noch "deutsche" Geschäfte, in denen - wir dachte es sei zuerst Satire - ausschließlich Lederhosen, Kuckucksuhren, Bratwürste und anderes als "deutsch" Bekanntes verkauft wird. Das Faszinierendste aber war, dass Hahndorf für seinen Wein bekannt ist. Deutscher Wein. Als Österreicherin muss ich sagen. WAS? Die Wein-Bier-Grenze verläuft quer durch Österreich. Darüber, also in Tschechien, Polen, Skandinavien, Großbritannien, Irland - eben auch in Deutschland - trinkt man Bier. Darunter, also in den meisten Teilen Frankreichs, Italien, Griechenland, Spanien, Portugal - trinkt man Wein. Wieso also sollte das Bier-bekannte Deutschland in Australien für Wein bekannt sein? Die Gegend in der Hahndorf entstand ist wohl wunderbar für den Weinanbau geeignet, aber ich muss gestehen, ich glaube, die Deutschen haben erst hier gelernt, wie man das kostbare rote und weiße Gut zu köstlichem Wein verarbeitet. Vorkenntnisse aus Deutschland schließe ich beinahe kategorisch aus.
Bücher-Kunst in der Ausstellung
Was wir in Hahndorf genossen haben, war eine kleine Ausstellung zu .. mhm... sich bewegenden Scherzartikeln? Und eine Ausstellung mit bemalten Büchern. Zu beiden besitze ich keinen Folder, darum weiß ich nicht, worum es in den Ausstellungen tatsächlich ging, aber sie waren cool.
Ein weiteres großes Plus: Die Restaurants! Frische Pancakes mit frischem Obst zum Mittagessen? Wo gibt es das sonst :)

Durch die Weingärten

Aber weil sie halt schon da waren - spazierten wir gemütlich durch die Weingärten, genossen den Blick über die Reben und bestauten die großen Trauben. Dazu sind wir ja eigentlich ins Hinterlang gefahren - um ein bisschen durch Weingärten zu spazieren.
Damit endete dann auch unser Ausflug und unser Aufenthalt in Adelaide - ich wünschte, ich hätte mehr zu erzählen. Hab' ich aber nicht.
Der Blick über die Weingärten

Und zum Abschluss


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