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Dienstag, 22. Oktober 2019

Das Ende des Blogs

Das Ende des Blogs

Leider muss ich darüber informieren, dass dieser Blog nicht weiter betreut wird.
Literatur auf viola.semper.at steht nach wie vor kostenfrei zum Lesen zur Verfügung.
Zusätzlich erscheint Ende 2019 mein Wiener Literaturführer im Falter Verlag, der einerseits durch die Wiener Literaturgeschichte führt, andererseits zu Spaziergängen zu Wiener Literaturdenkmälern einlädt. Nähere Informationen dazu: literatur.wien

Samstag, 15. April 2017

Einmal um die ganze Welt - Best Of!

Meine absoluten Highlights der Weltreise! Das Must-See eines Reisenden! Die Bucket-List, die ich gerne erneut zum ersten Mal durchgehen würde! Die besten 10-Weltreise-Highlights!

Auf meiner Weltreise habe ich 10 größere Destinationen besucht: Singapur, Bali, Brisbane, Melbourne, Adelaide, Sydney, die Gegend um Oxford (NZ), Queenstown, Maui und New Orleans. Bei jeder Destination hat es ein ganz besonderes Highlight gegeben. Diese 10 Highlights möchte ich hier kurz vorstellen.

Singapur - The Gardens By The Bay

Singapur war der erste Stopp meiner Reise. Alles war neu und anders. Die Stadt ist nicht mit europäischen zu vergleichen. Endlich war mir warm nach der Winterkälte in Österreich. Schlichtweg, die ganze Stadt hat mich begeistert, egal ob es der Orchideengarten, Little India, China Town, die Promenade am Singapore River oder der Singapore Flyer war. Aber doch gibt es hier mein absolutes Highlight: Die Gardens By The Bay! Diese futuristischen Bäume haben zu jeder Tageszeit einen besonderen Charm. Tagsüber war nicht so viel los und der Moment, in dem wir in der Höhe auf der Brücke zwischen den Bäumen standen, war etwas ganz besonderes. Es war der zweite Tage der Reise und zum ersten Mal habe ich realisiert, wie weit weg ich von zu Hause war, wie frei, was alles noch vor mir liegt. Dieses unglaubliche Gefühl werde ich immer mit den Gardens By The Bay verbinden.
Am Abend taucht ein Lichtspektakel die Bäume in ein Farben-Schauspiel, das man gesehen haben muss! Wirklich sehenswert!

Die Gardens By The Bay in Singapur

Bali - Tropischer Regen auf Reisfeldern

Die Reisfelder von Bali nach einem tropischen Regenschauer
Der schönste Moment - das muss ich gestehen - ist bei einem
anderen Reisfeld passiert.
Bali - die Insel der Tempel - wird gepriesen als ursprünglich, als traumhaft, voller religiöser Stätte und wunderbarer Strände. Der viele Müll und Verkehr hat mir meinen Aufenthalt leider nicht so schön gestaltet, trotzdem gab es ein paar Augenblicke, die ich immer im Herzen halten werde. Einer davon war der Affenwald, wo kleine Äffchen Bananen auf meiner Schulter gegessen haben, ein anderer kleine Tempel, die zwischen Häuserdächern hervorlugen, aber die ungeschlagene Nummer 1 in Bali war ein Moment, der ganz banal war: An einem Nachmittag hat ein plötzlicher tropischer Regen eingesetzt und wir sind - kurz vor Sonnenuntergang - unter Dach im Freien gesessen und habe die Reisfelder beobachtet, wie sie so grün und kräftig wurden, dass mir die Worte dafür fehlen.



Brisbane - South Bank

Unser erster Stopp in Australien hat mich in eine andere Welt katapultiert. Nach Indonesien war alles wieder so europäisch, so sauber, so ... "normal" für mich. Es war beinahe wie Urlaub im Süden Europas zu machen. Natürlich gab es Bauten, die es bei uns so nicht geben würde, die Menschen waren andere und das Gefühl.. Ja, wir nähern uns meinem Highlight. Das Gefühl, das die Stadt verströmt, ist ein ganz anderes. Insbesondere am Ufer des Brisbane Rivers - im Stadtviertel South Bank. Dort habe ich die meiste Zeit verbracht, geschrieben, Menschen kennen gelernt, beobachtet, die Skyline am anderen Ufer fotografiert.
Die Skyline von Brisbane - fotografiert von meiner Lieblingsstelle: South Bank

Melbourne - State Library of Victoria

Wow - Einfach Wow! Viel mehr kann ich kaum zu dieser unbeschreiblichen Bibliothek sagen. Vielleicht war sie gar nicht so "wow" - vielleicht würde sie euch, mir in einem anderen Moment, kaum jemanden, so viel geben, wie mir an diesem heißen Tag in Australien. Aber für mich war es unglaublich, unbeschreiblich - ein Gefühl von Teilhabe und Ehrfurcht. Ja, die Bibliothek in Melbourne hat es mir ziemlich angetan.

Die Galerie in der State Library of Victoria in Melbourne


Adelaide - State Library of South Australia

Die State Library of South Australia in Adelaide
Schon wieder eine Bibliothek - was soll ich sagen? Ich mag Bücher. Diese Bibliothek hat mich nicht ganz so umgeworfen, wie jene in Melbourne, was aber natürlich auch einfach mit meinem Tagesgemütszustand zu tun haben kann. Sie hat mich aber auf jeden Fall sehr beeindruckt. Der erste Gedanke war: "Ich bin in die Bibliothek von Hogwarts gestolpert". Obwohl der Saal nicht so groß ist, hat er etwas ... Besonderes. Die Bücher sind so nah, zum Anfassen, Herausnehmen, Durchblättern nah - so etwas gibt es in europäischen, alten Prunksälen von Bibliotheken nicht.

Oxford-Gegend - Castle Hill

Bei unserem Aufenthalt auf der Südinsel Neuseelands, gab es zwei Stopps - der erste in der Oxford-Gegend, von wo aus wir einen Ausflug nach Castle Hill unternahmen. Diese wie von Riesen geschaffene Welt hat mir den Atem geraubt. Ich könnte mir keinen schöneren Platz für ein Picknick vorstellen. Auch zum Klettern, wandern, romantisch schlendern, einfach nur schauen und genießen gibt es kaum schönere Orte auf der Welt. Mein definitives Highlight in der Oxford-Gegend: Castle Hill! (Abgesehen davon wurde Narnia dort gedreht..)

Ich an meinem Lieblingsort in Neuseeland - Castle Hill

Queenstown - Die See Promenade

Flanieren an der Seepromenade
von Queenstown
Die Stadt des Extremsports in Neuseeland hat viel zu bieten - für mich gab es allerdings keine entspannenderen Momente, als jene, die ich Musik hörend und in die Ferne blickend am Seeufer verbracht habe. An der Seepromenade gibt es immer wieder Steine oder sogar Bänke zum Flanieren und die Stimmung zwischen Bergen und See ist ... unbeschreiblich!



Sydney - The Rocks

The Rocks in Sydney
Auch wenn mich als Ganzes nicht so begeistert hat: Zu viele Menschen, zu viel Großstadt - hat es mir das Viertel "The Rocks" schon angetan. Die alten Gebäude und die niedrigen Häuser geben einem das Gefühl einer Kleinstadt, die Touristenläden und Restaurants laden zum Flanieren ein und zwischendurch erhascht man einen Blick auf das Opera House oder die Harbour Bridge. Da fühlt man sich schlicht wohl.



Hawaii - Schnorcheln vor Lana'i

Hawaii schreibe ich, dabei waren wir eigentlich nur auf Maui. Trotzdem muss ich Hawaii schreiben, weil mein Best Of zwischen den Inseln Maui und Lana'i (eigentlich näher bei Lana'i) stattgefunden hat: Eine Schnorchel-Tour! Und wie mich diese Unterwasserwelt begeistert hat! Mit Schildkröten einfach auf den Wellen treiben, den bunten Fischen durch die Korallen folgen und zwischendurch Delfine springen sehen, damit die Ruhe des Meeres. Das hat unseren Aufenthalt auf Hawaii um einiges verbessert und schafft es definitiv an den Ort in meinem Kopf, an dem die wichtigsten Erinnerungen gespeichert werden.

Mit Schildkröten schwimmen auf Maui

New Orleans - French Quarter

Wer hätte das gedacht? In New Orleans war das historische Viertel, das Künstlerviertel, das Viertel der Vampire und Geister mein absoluter Favorit! Die Atmosphäre zwischen Malern, Schauspielern, Feuerschluckern und natürlich Musikern, allen voran Jazz Bands, ist die beste Atmosphäre, die man sich nur wünschen kann. Es sei dann man will Ruhe und Einsamkeit, dann nicht, aber dann fährt man ja auch nicht nach New Orleans. Nein, die alten Gebäude haben es mir genauso angetan, wie die Stimmung, die Geräusche, die Geschichten, die von Geistern und Vampiren erzählen, die des Nachts in der einstigen französischen Kolonie ihr Unwesen treiben. Die Stadt gehört auf jede Bucket List!

Die alten Gebäude im French Quarter - New Orleans

Huch - es war wirklich nicht einfach diese Liste zusammenzustellen. So vieles hat mir gefallen, so vieles hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Diese Aufstellung ist aber auf keinen Fall ein Ranking. Niemals könne ich mich entscheiden, welches dieser Highlights meine absolute, einmalige, Nummer Eins ist.
Allerdings kann ich auch Listen mit Siegern erstellen: die "besten drei" verschiedener Kategorien folgen des nächste Mal.

Samstag, 25. März 2017

Unvorhersehbares und Krisenmanagement

Wie wir strandeten und bemerkten, dass wir ohne Internet vollkommen aufgeschmissen sind

In den letzten Tagen ereignete sich eine Vielzahl an unvorhersehbaren Situationen, die eine Menge Zeit, Nerven und Energie kosteten. Kleine Spoiler-Warnung: Es gibt ein Happy End, aber es könnte wie ein schlechter Ben-Stiller-Film klingen.

Die Verkürzung der Weltreise

Zwei Tage bevor wir Australien geplant verlassen wollten, traf uns die erste schlechte Nachricht: Unsere Gastgeberin in Puerto Rico ist schwer erkrankt und wir können nicht kommen. Nach langem überlegen (Unterkunft leisten vs. früher zurückfliegen und Flug umbuchen), entschieden wir uns dafür, einen früheren Flug nach Hause zu nehmen. Aufgrund der Zeitverschiebung zu Deutschland (wo der Sitz unserer Airline ist) und Amerika (wo der Sitz unserer anderen Airline ist) verbrachten wir Stunden vor dem Computer, bis die alten Flüge storniert und die neuen gebucht waren. Ja, eine Airline - hier mein großer Dank an JetBlue und meine beste Empfehlung für diese Airline - hat uns den vollen Preis zurückerstattet. Blöd nur, dass meine Kreditkarte, mit der ich damals die Flüge bezahlt habe, nicht mehr existiert. Was nun? Tagelang stand ich in Kontakt mit meiner Bank, die mir immer wieder sagte, es gäbe keine Möglichkeit die Rückerstattung weiter auf mein neues Konto zu befördern. Ob wir das rückerstattete Geld wohl je zu Gesicht bekommen?

Ein Gewitter später

Mit schlechtem Gefühl für die Heimreise (aber wenigstens hatten wir die Rückflüge gebucht) starteten wir Richtung Sydney, um am Abend mit Hawaiian Airlines auf Maui zu fliegen. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt blieb jedoch unser Zug stehen. Unheilverkündend zogen Gewitterwolken vorbei, so dunkel, dass man glauben könnte, es wäre bereits Nacht. Nach ein paar Minuten kommt die Durchsage, dass ein Gewitter die Gleise beschädigt habe - vorerst ginge es nicht weiter. Noch blieben wir cool - wir hatten einen großzügigen Puffer eingeplant. Etwas mehr als eine Stunde später, gerieten wir in Panik - unser Puffer war vorbei. Das Gewitter direkt über uns angekommen - die Türen offen, am Boden bereits eine große Lacke.
Kein Internet am Telefon - wir hatten keine Möglichkeit die Telefonnummer unserer Airline herauszufinden. Verzweifelt versuchten wir unsere Gastgeberinnen zu erreichen. Immer wieder kamen wir zum Anrufbeantworter. Mittlerweile wissen wir, dass auch bei ihnen ein Gewitter, das Läuten des Telefons übertönt hatte.
Endlich kamen wir durch! Zehn Minuten später war ich am Telefon mit der Airline. Ja, wir sein uns sicher, dass wir den Flug nicht mehr erreichen könnten. Ja, wir wissen, dass es nicht die Schuld der Airline ist. Ob wir umbuchen könnten? Wann gehe denn der nächste Flieger? Am nächsten Tag? Selbe Zeit? Ohne Umbuchungsgebühr? Die Erleichterung war groß.

Warum Kleinigkeiten den Tag verderben

Hier verabschiedeten wir uns von Australien!
Okay, wir hatten es geschafft. Wir würden nur einen Tag später auf Hawaii landen und wir hatten eine gute Freundin in der Nähe von Sydney, die uns für die Nacht aufnehmen würde. Mit über drei Stunden Verspätung erreichten wir schließlich Sydney und kamen noch etwa zwei Stunden später am Ende unserer Kräfte in unserem Notquartier an.
Trotz allem, wollten wir das Beste aus der Sache machen. Unseren zusätzlichen Tag in der Nähe von Sydney wollten wir am Strand verbringen. Oh und es fing so gut an! Die Felsen hatten etwas Außerirdisches, die Luft dufteten - wir verabschiedeten uns von Australien mit all unseren Sinnen - Sehen, hören, riechen, schmecken und... Leider auch fühlen! Beim über die Felsen Spazieren, passierte es. Für eine Sekunde blieb die Welt für mich stehen, als ich realisierte, dass meine Füße, den Halt verloren hatten. Ich überlegte genau, wie ich mich auffangen könnte, wollte noch anders greifen und... Zack, landete ich auf meinem Allerwertesten und meiner Schulter auf dem harten Fels. Kurz danach hörte ich den Ausruf meines Reisebegleiters - auch er war ausgerutscht und im Wasser gelandet (Drei Tage später, ist dieser Sturz immer noch der Grund, warum ich meine Tasche nur auf der rechten Schulter tragen kann..).
Oh, ihr verfluchten schönen Felsen,....

Das war der Anfang einer Reihe ungeschickter Zufälle. Im Supermarkt wurden unsere Kreditkarten erst nach dem fünften Versuch angenommen (da wir mit dem zusätzlichen Tag nicht gerechnet hatten, hatten wir kein Bargeld mehr). Beim Mittagessen kochen, verbrannte ich mir den Finger - Brandblase, hallo! Auf der Suche nach einem Coolpack, verstreuten wir die Eiswürfel in der ganzen Küche. Das Taxiunternehmen, das uns an diesem Tag zum Bahnhof Richtung Flughafen bringen sollte, legte mitten im Gespräch auf und war nicht mehr zu erreichen. Das Taxi selbst fuhr erst einmal an uns vorbei (schaffte es jedoch dann doch noch zu uns). Beim Aussteigen das nächste Problem: Die ersten drei unserer Kreditkarten wurden erneut abgelehnt. Direkt am Bahnhof gab es keinen Parkplatz - durch strömenden Regen zogen wir unsere vier Koffer und schleppten unsere drei Taschen. Klatschnass ging es zum Flughafen. Ach nein, die Serie der unglücklichen Zufälle macht davor einen Halt: Unsere Karten für den öffentlichen Verkehr (Opalcards) lassen sich zuerst nicht aufladen. Dann endlich geht es in den Zug und auf zum Flughafen.
Auch wenn das Sitzen mit meinem schmerzenden Allerwertesten ein Problem darstellte, war damit die Reihe unglücklicher Zufälle vorerst vorbei. Wir hoffen, so bleibt es, bis zum Ende unserer Reise. Eines haben wir gelernt: Nicht alles lässt sich planen!

Und für die Zukunft wissen wir: Mit Krisen lässt sich umgehen (aber es hilft, wenn die Airlines, die Panik in deiner Stimme hören). Ein Hoch auf JetBlue und Hawaiian, ein noch viel größeres Hoch auf unsere Gastgeberinnen und ein "Buuh" für die Kreditkartenlesegeräte, die Opalcards, die nicht vorhandenen Public Wifi Spots in Sydney, die rutschigen Felsen am Strand und vor allem ein "Buuh" für Gewitter, die daran Schuld waren, dass Bäume auf den Gleisen landeten.

Mittlerweile befinden wir uns auf Hawaii, erfreuen uns der letzten Tage unserer wunderbaren Weltreise und hoffen, bald Positives berichten zu können.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Einmal um die ganze Welt

Von Asien über Australien nach Amerika

Am 09. Jänner startet meine bisher längste Reise - eine Weltreise. Für etwas mehr als drei Monate werde ich unterwegs sein und dabei auf drei verschiedenen Kontinenten Kulturen kennenlernen. Damit ihr so viel wie möglich von meiner Weltreise mitbekommt, werde ich versuchen, den Reiseblog regelmäßig zu aktualisieren – und wenn jemanden nur ein bestimmtes Land interessiert, kommt gleich eine Reiseübersicht:

Singapur von 10. bis 14. Jänner
Bali von 14. bis 18. Jänner
Brisbane von 19. bis 23. Jänner
Roadtrip nach Newcastle von 23. bis 25. Jänner
Die australische Ostküste mit verschiedenen (noch ungeplanten) Ausflügen von 25. Jänner bis 22. März
Maui von 22. bis 29. März
New Orleans von 30. März bis 2. April
Puerto Rico von 2. bis 13. April

Blogbeiträge kommen – je nach Erlebten und Zeit – täglich, nach jedem Zwischenstopp, aber spätestens einmal die Woche online.


Ich wünsche euch viel Spaß mit den Fotos und den Texten und würde mich über Kommentare freuen!