Mittwoch, 10. Mai 2017

Einmal um die ganze Welt - Die besten drei ... Teil 2

Die Städte, Bibliotheken, Ausflüge meiner Reise im Ranking!

Wichtiger Disclaimer: Die Listen beinhalten natürlich nur Orte, die ich im Rahmen der Weltreise besucht habe, darum bin ich mir fast sicher, dass Platz 1 vielleicht noch irgendwo da draußen auf mich wartet, um entdeckt zu werden. Darum werden auch Orte, die ich vor der Weltreise besucht habe, auf dieser Liste nicht vorkommen!

Die drei schönsten Bibliotheken!

Wie ihr wisst, bin ich ein bisschen ein Freak, wenn es um Bibliotheken geht. Zu meiner Schande, habe ich es weder in Singapore, noch in Bali, Neuseeland, Hawaii oder New Orleans in eine Bibliothek geschafft. Darum müsste es eigentlich hier heißen: Die drei schönsten Bibliotheken Australiens und das muss man wiederum einschränken, da ich eigentlich nur vier besucht habe. Tja, dieses Ranking macht wohl wenig Sinn, aber für mich als Bibliothek-Fan war es einfach ein Muss. Zur Auswahl standen vier State Libraries. In der Reihenfolge in der ich sie besucht habe: Queensland (Brisbane), Victoria (Melbourne), South Australia (Adelaide) und New South Wales (Sydney).

Und nun kommen wir zur Liste:

Platz 3 - State Library of New South Wales in Sydney
State Library of New South Wales,
Sydney
Obwohl diese Bibliothek einen gewissen Charme hatte mit der verschlossenen Tür zum Shakespeare-Raum und sie von Außen ein Traum ist, schafft sie es nur auf Platz 3. Der Lesesaal ist mittelmäßig und die Bibliothekare wollten mich einfach nicht auf die Galerie hoch lassen!

Platz 2 - State Library of South Australia in Adelaide
Mit einer Atmosphäre wie in der Bibliothek von Hogwarts, der Möglichkeit alle Bücher anzufassen und diesem tollen Geruch nach alten Büchern, rast die Bibliothek in Adelaide auf Platz 2. Ich könnte Stunden dort verbringen, mir von den Büchern Geschichten zuflüstern lassen und selbst neue schreiben.

State Library of South Australia, Adelaide

Platz 1 - State Library of Victoria in Melbourne
Der verdiente Sieger ist die wunderschöne Bibliothek in Melbourne. Mit der weißen mehrstöckigen Galerie, dem schönen Blick hinab auf den Lesesaal und - das ist der eigentliche Grund, warum die Bibliothek sich selbst auf Platz 1 katapultierte - einer wahnsinnig interessanten, berührenden und inspirierenden Ausstellung über die Geschichte der Bücher und Bücher in der Geschichte, sowie zahlreichen beeindruckenden Zitaten - ist die Bibliothek in Victoria mein absoluter Favorit der Weltreise.

State Library of Victoria, Melbourne

Die drei spannendsten Ausflüge!

Während meiner Reise haben wir immer wieder geführte Ausflüge unternommen. Manchmal bezahlt, manchmal mit Bekannten, Verwandten, Freunden. Hierzu zählen also nur Tagesausflüge, die NICHT von mir selbst geplant waren.
Zur Auswahl stehen: Die Tour durch Bali mit dem Affenwald, Wasserfall und Ubud, die Tour ins Lone Pine Koala Sanctuary in Brisbane, die Sanddünen in der Nähe von Hawk's Nest, die Tour mit der Fähre nach Nelson Bay und hoch auf den Mount Tomaree, der Kurztrip durch das Hunter Valley, die Fahrt zu Castle Hill, die Tour zum Milford Sound und die Schnorcheltour auf Maui.
Schon jetzt muss ich sagen, wie schwer es mir gefallen ist ein Ranking für die besten drei festzulegen. Meine Kriterien waren wie viel wir tatsächlich gesehen haben, wie gut die Background-Infos waren, die wir bekommen haben und - das zählt am meisten - das Gefühl, das ich bei den Fahrten hatte (und wie ihr bestimmt wisst, ist das auch von der Tagesverfassung abhängig und nicht alleine vom Ausflug).

Und nun kommen wir zur Liste:

Platz 3 - Die Fahrt zum Affenwald, dem Wasserfall und Ubud
Ich im Affenwald, Bali
Indonesien
Der Ausflug auf Bali schafft es aus zwei Gründen unter die besten drei. Einerseits haben wir in Bali verhältnismäßig wenig und vor allem wenig Gutes erlebt (definitiv nicht nichts Gutes, aber wenig), weshalb dieser Ausflug aus den vier Tagen heraus sticht. Andererseits war es einfach ein unglaublich tolles Erlebnis ein Äffchen auf meiner Schulter zu füttern und ein bisschen mehr über die indonesische Insel zu erfahren. Ohne diesen Ausflug wäre Bali mir wohl um einiges Schlechter in Erinnerung geblieben.

Ein Zwischenstopp beim Ausflug zum Milford Sound,
Neuseeland
Platz 2 - Castle Hill UND Milford Sound
Puh, dieses Mal konnte ich  mich wirklich nicht entscheiden. Während Castle Hill einen unglaublichen, bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat und mich zu vielen Geschichten, Sagen, Gedichten, Ideen inspiriert, war es doch ein sehr kurzer Ausflug. Hingegen hat die Fahrt zum Milford Sound über fünf Stunden gedauert und dabei haben wir viele Stopps eingelegt. Die Wetterscheide am eigenen Leib erleben, den Märchenwald durchzuspazieren - alleine der Sonnenaufgang vom Bus aus - der Ausflug war als solcher einfach gelungen, obwohl Milford Sound, wenn auch beeindruckend, nicht das Highlight meiner Neuseelandreise war.

Platz 1 - Schnorcheltour zwischen Maui und Lana'i
Eindeutig, ohne lange überlegen zu müssen, der schönste Ausflug meiner Weltreise war der kurze Schnorcheltrip von Maui aus! Das Schwimmen mit den Schildkröten, die Schwerelosigkeit sich auf den Wellen treiben zu lassen. Einfach Sonne, Meer, Staunen, Genießen - dieser Ausflug wird mir ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Außerdem hat er mich wieder einmal dazu motiviert, den Tauchschein in Angriff zu nehmen. Ein Traumausflug - was kann ich da sonst noch sagen?

Schnorcheln mit Schildkröten, Maui, Hawaii, USA


Mit diesen zwei Listen breche ich vorerst ab. Zur Zeit plane ich noch einen Teil 3, aber bevor dieser kommt, muss ich erst die Erlebnisse in Neu England verarbeiten.

Montag, 1. Mai 2017

Einmal um die ganze Welt - Die besten drei ... Teil 1

Die Städte, Strände, Favoriten meiner Reise im Ranking!

Wichtiger Disclaimer: Die Listen beinhalten natürlich nur Orte, die ich im Rahmen der Weltreise besucht habe, darum bin ich mir fast sicher, dass Platz 1 vielleicht noch irgendwo da draußen auf mich wartet, um entdeckt zu werden. Darum werden auch Orte, die ich vor der Weltreise besucht habe, auf dieser Liste nicht vorkommen!


Die drei besten Strände!

Bevor wir mit dieser Liste beginnen, müssen wir zuerst die Strände betrachten, die ich besucht habe. Hier eine Liste der Strände, die überhaupt beim Ranking mitmachen:
Old Men's Beach in Bali, der künstliche South Bank Beach in Brisbane, Strand in Byron Bay, Bennet's Beach und Winda Woppa Beach in Hawk's Nest, Bondi Beach in Sydney, Waikuku Beach in New Zealand, Baby Beach und Black Rock Beach auf Maui, Hawaii.

Und nun kommen wir zur Liste:

Platz 3 - Baby Beach auf Maui
Maui, Hawaii
Maui wird gepriesen als die Insel der Traumstrände und das zu recht! Heller und dunkler Sand, Schnorcheln mit Schildkröten, im Schatten von Palmen liegen - all da ist da. Darum schafft es der Baby Beach auch auf Platz 3 der schönsten Strände meiner Reise. Leider jedoch ist noch mehr da: Touristen bis zum Umfallen! Darum schafft er es eben "nur" auf Platz 3.



Platz 2 - Waikuku Beach in New Zealand
Türkisfarbenes Wasser soweit das Auge reicht, feiner Sand, der zum endlosen Spazieren verlockt, ein paar andere Gäste, aber nicht zu viele. Der Waikuku Beach in New Zealand schafft es, auch wenn ich nur einmal ganz kurz da war, auf Platz 2 der schönsten Strände meiner Reise.

Waikuku Beach, Südinsel, Neuseeland


Platz 1 - Bennet's Beach bei Hawk's Nest
Ta-ta-ta-taaaam! Hier kommt der absolute Sieger, der umwerfend beste, tollste, der einfach traumhafte Bennet's Beach in Australien!
Kilometerlanger Sandstrand, meist leichter Wellengang, Muscheln zwischen durch und beinahe absolute Einsamkeit. Dazu noch die wunderschöne Erinnerung an den Sonnenaufgang aus dem Meer. Ja, dieser Strand ist verdient Platz 1. Nur eine klitzekleine Kleinigkeit könnte ihn noch besser machen: Schattenplätze - die sind hier nämlich gar nicht vorhanden.

Sonnenaufgang am Bennet's Beach, Hawk's Nest, NSW, Australien

Die drei schönsten Städte für Touristen!

Achtung, Achtung! Ich habe diese Liste für Städte zum Urlaub machen, Sight Seeing genießen, fremde Kulturen erleben erstellt - nicht, weil ich dort wohnen möchte. Das wäre eine eigene Liste, über die ich später einmal nachdenken werde.. Außerdem habe ich kleine Orte oder Städte, in denen ich wirklich nur 1-2 Stunden war aus der Liste ausgenommen.
Hier die Städte, die ich besucht habe: Singapur, Denpasar, Brisbane, Melbourne, Adelaide, Sydney, Christchurch, Queenstown, Lahaina und New Orleans!
Kleine zusätzliche Anmerkung: Diese Liste war besonders schwer - nur drei Städte auszusuchen ist echt nicht einfach zu meistern.

Platz 3 - Queenstown
Blick auf Queenstown, Südinsel,
Neuseeland
Die kleine Stadt auf der Südinsel von New Zealand hat es mir wirklich angetan. Zwischen Bergen und See liegt sie ruhig und touristisch da. Ja, es ist alles überteuert, aber Finanzen habe ich ja in der Liste nicht miteinbezogen. Queenstown bietet einfach unglaublich viele Ausflugsmöglichkeiten, außerdem ist das Flair der Stadt, der Blick über den See, die Atmosphäre einmalig umwerfend. Abzüge macht sie bei klassischen Touristenattraktionen - die fehlen nämliche. Es gibt Kunst im öffentlichen Raum, Denkmäler, aber nichts Großes, nicht, wo ich sagen würde: Wenn du in Queenstown bist, dann MUSST du das oder jenes gesehen haben. Nein, ich sage: Wenn du in Queenstown bist, genieße das Feeling, spaziere und schlendere und sieh dich satt an Bergen und See und unternimm viele Ausflüge!



Platz 2 - New Orleans
Die Festival Stadt, die Stadt des Jazz, die Stadt am Mississippi - New Orleans ist bekannt für gute Musik und gutes Essen und einen historischen Kern, nämlich das French Quarter. Auch hier, eigentlich gibt es nicht viel zu sehen, aber das Gefühl im French Quarter ist Lebensfreude pur. Ich bin nicht ein Mensch, der gerne fortgeht, ja ich war noch nicht einmal 21 in New Orleans und habe dementsprechend keinen Tropfen Alkohol konsumiert und dennoch hat es mir die bunte, fröhliche Stadt angetan. Ein Stück amerikanische Geschichte lebt hier, die Verbindung verschiedener Kulturen, französisch, spanisch, englisch lebt im Essen wieder. Die Straßen sind voller Kunst: Malerei, Musik, Dichterei - was gibt es schöneres, als einfach zu flanieren und all das einzusaugen?

French Quarter, New Orleans, LA, USA


Platz 1 - Singapur
Diversität, Sauberkeit, Modernität, unzählige Kulturen - Singapur ist anders, vielfältig, geordnet, voll. Singapur ist modern, innovativ, touristisch. Singapur hat alles, was man sich von einem Städtetourismus erhofft: Geschichte, Kultur, Kunst, Parks, Erlebnis! Ich habe in Singapur volles Programm durchgezogen und in vier Tagen das meiste gesehen, aber in mehr Zeit, wäre noch mehr zu sehen gewesen. Von den wunderschönen Gärten, dem Dschungel in der Stadt über die tausend Tempel und Moscheen, die bunten chinesischen, indischen und malaysischen Viertel bis hin zu den futuristischen Gardens By the Bay, dem Singapore Flyer, der Atmosphäre am Fluss mit dem Blick auf die Wolkenkratzer - Singapur ist verdiente Nummer 1 der von mir besuchten Städte.

Singapur bei Nacht, Singapur


Oh und weil ich sehe, dass dieser Blogpost bereits länger wird als geplant, breche ich nun ab. So viele Listen sind noch in meinem Kopf, mal sehen, was das nächste Mal auf euch zukommt!

Samstag, 15. April 2017

Einmal um die ganze Welt - Best Of!

Meine absoluten Highlights der Weltreise! Das Must-See eines Reisenden! Die Bucket-List, die ich gerne erneut zum ersten Mal durchgehen würde! Die besten 10-Weltreise-Highlights!

Auf meiner Weltreise habe ich 10 größere Destinationen besucht: Singapur, Bali, Brisbane, Melbourne, Adelaide, Sydney, die Gegend um Oxford (NZ), Queenstown, Maui und New Orleans. Bei jeder Destination hat es ein ganz besonderes Highlight gegeben. Diese 10 Highlights möchte ich hier kurz vorstellen.

Singapur - The Gardens By The Bay

Singapur war der erste Stopp meiner Reise. Alles war neu und anders. Die Stadt ist nicht mit europäischen zu vergleichen. Endlich war mir warm nach der Winterkälte in Österreich. Schlichtweg, die ganze Stadt hat mich begeistert, egal ob es der Orchideengarten, Little India, China Town, die Promenade am Singapore River oder der Singapore Flyer war. Aber doch gibt es hier mein absolutes Highlight: Die Gardens By The Bay! Diese futuristischen Bäume haben zu jeder Tageszeit einen besonderen Charm. Tagsüber war nicht so viel los und der Moment, in dem wir in der Höhe auf der Brücke zwischen den Bäumen standen, war etwas ganz besonderes. Es war der zweite Tage der Reise und zum ersten Mal habe ich realisiert, wie weit weg ich von zu Hause war, wie frei, was alles noch vor mir liegt. Dieses unglaubliche Gefühl werde ich immer mit den Gardens By The Bay verbinden.
Am Abend taucht ein Lichtspektakel die Bäume in ein Farben-Schauspiel, das man gesehen haben muss! Wirklich sehenswert!

Die Gardens By The Bay in Singapur

Bali - Tropischer Regen auf Reisfeldern

Die Reisfelder von Bali nach einem tropischen Regenschauer
Der schönste Moment - das muss ich gestehen - ist bei einem
anderen Reisfeld passiert.
Bali - die Insel der Tempel - wird gepriesen als ursprünglich, als traumhaft, voller religiöser Stätte und wunderbarer Strände. Der viele Müll und Verkehr hat mir meinen Aufenthalt leider nicht so schön gestaltet, trotzdem gab es ein paar Augenblicke, die ich immer im Herzen halten werde. Einer davon war der Affenwald, wo kleine Äffchen Bananen auf meiner Schulter gegessen haben, ein anderer kleine Tempel, die zwischen Häuserdächern hervorlugen, aber die ungeschlagene Nummer 1 in Bali war ein Moment, der ganz banal war: An einem Nachmittag hat ein plötzlicher tropischer Regen eingesetzt und wir sind - kurz vor Sonnenuntergang - unter Dach im Freien gesessen und habe die Reisfelder beobachtet, wie sie so grün und kräftig wurden, dass mir die Worte dafür fehlen.



Brisbane - South Bank

Unser erster Stopp in Australien hat mich in eine andere Welt katapultiert. Nach Indonesien war alles wieder so europäisch, so sauber, so ... "normal" für mich. Es war beinahe wie Urlaub im Süden Europas zu machen. Natürlich gab es Bauten, die es bei uns so nicht geben würde, die Menschen waren andere und das Gefühl.. Ja, wir nähern uns meinem Highlight. Das Gefühl, das die Stadt verströmt, ist ein ganz anderes. Insbesondere am Ufer des Brisbane Rivers - im Stadtviertel South Bank. Dort habe ich die meiste Zeit verbracht, geschrieben, Menschen kennen gelernt, beobachtet, die Skyline am anderen Ufer fotografiert.
Die Skyline von Brisbane - fotografiert von meiner Lieblingsstelle: South Bank

Melbourne - State Library of Victoria

Wow - Einfach Wow! Viel mehr kann ich kaum zu dieser unbeschreiblichen Bibliothek sagen. Vielleicht war sie gar nicht so "wow" - vielleicht würde sie euch, mir in einem anderen Moment, kaum jemanden, so viel geben, wie mir an diesem heißen Tag in Australien. Aber für mich war es unglaublich, unbeschreiblich - ein Gefühl von Teilhabe und Ehrfurcht. Ja, die Bibliothek in Melbourne hat es mir ziemlich angetan.

Die Galerie in der State Library of Victoria in Melbourne


Adelaide - State Library of South Australia

Die State Library of South Australia in Adelaide
Schon wieder eine Bibliothek - was soll ich sagen? Ich mag Bücher. Diese Bibliothek hat mich nicht ganz so umgeworfen, wie jene in Melbourne, was aber natürlich auch einfach mit meinem Tagesgemütszustand zu tun haben kann. Sie hat mich aber auf jeden Fall sehr beeindruckt. Der erste Gedanke war: "Ich bin in die Bibliothek von Hogwarts gestolpert". Obwohl der Saal nicht so groß ist, hat er etwas ... Besonderes. Die Bücher sind so nah, zum Anfassen, Herausnehmen, Durchblättern nah - so etwas gibt es in europäischen, alten Prunksälen von Bibliotheken nicht.

Oxford-Gegend - Castle Hill

Bei unserem Aufenthalt auf der Südinsel Neuseelands, gab es zwei Stopps - der erste in der Oxford-Gegend, von wo aus wir einen Ausflug nach Castle Hill unternahmen. Diese wie von Riesen geschaffene Welt hat mir den Atem geraubt. Ich könnte mir keinen schöneren Platz für ein Picknick vorstellen. Auch zum Klettern, wandern, romantisch schlendern, einfach nur schauen und genießen gibt es kaum schönere Orte auf der Welt. Mein definitives Highlight in der Oxford-Gegend: Castle Hill! (Abgesehen davon wurde Narnia dort gedreht..)

Ich an meinem Lieblingsort in Neuseeland - Castle Hill

Queenstown - Die See Promenade

Flanieren an der Seepromenade
von Queenstown
Die Stadt des Extremsports in Neuseeland hat viel zu bieten - für mich gab es allerdings keine entspannenderen Momente, als jene, die ich Musik hörend und in die Ferne blickend am Seeufer verbracht habe. An der Seepromenade gibt es immer wieder Steine oder sogar Bänke zum Flanieren und die Stimmung zwischen Bergen und See ist ... unbeschreiblich!



Sydney - The Rocks

The Rocks in Sydney
Auch wenn mich als Ganzes nicht so begeistert hat: Zu viele Menschen, zu viel Großstadt - hat es mir das Viertel "The Rocks" schon angetan. Die alten Gebäude und die niedrigen Häuser geben einem das Gefühl einer Kleinstadt, die Touristenläden und Restaurants laden zum Flanieren ein und zwischendurch erhascht man einen Blick auf das Opera House oder die Harbour Bridge. Da fühlt man sich schlicht wohl.



Hawaii - Schnorcheln vor Lana'i

Hawaii schreibe ich, dabei waren wir eigentlich nur auf Maui. Trotzdem muss ich Hawaii schreiben, weil mein Best Of zwischen den Inseln Maui und Lana'i (eigentlich näher bei Lana'i) stattgefunden hat: Eine Schnorchel-Tour! Und wie mich diese Unterwasserwelt begeistert hat! Mit Schildkröten einfach auf den Wellen treiben, den bunten Fischen durch die Korallen folgen und zwischendurch Delfine springen sehen, damit die Ruhe des Meeres. Das hat unseren Aufenthalt auf Hawaii um einiges verbessert und schafft es definitiv an den Ort in meinem Kopf, an dem die wichtigsten Erinnerungen gespeichert werden.

Mit Schildkröten schwimmen auf Maui

New Orleans - French Quarter

Wer hätte das gedacht? In New Orleans war das historische Viertel, das Künstlerviertel, das Viertel der Vampire und Geister mein absoluter Favorit! Die Atmosphäre zwischen Malern, Schauspielern, Feuerschluckern und natürlich Musikern, allen voran Jazz Bands, ist die beste Atmosphäre, die man sich nur wünschen kann. Es sei dann man will Ruhe und Einsamkeit, dann nicht, aber dann fährt man ja auch nicht nach New Orleans. Nein, die alten Gebäude haben es mir genauso angetan, wie die Stimmung, die Geräusche, die Geschichten, die von Geistern und Vampiren erzählen, die des Nachts in der einstigen französischen Kolonie ihr Unwesen treiben. Die Stadt gehört auf jede Bucket List!

Die alten Gebäude im French Quarter - New Orleans

Huch - es war wirklich nicht einfach diese Liste zusammenzustellen. So vieles hat mir gefallen, so vieles hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Diese Aufstellung ist aber auf keinen Fall ein Ranking. Niemals könne ich mich entscheiden, welches dieser Highlights meine absolute, einmalige, Nummer Eins ist.
Allerdings kann ich auch Listen mit Siegern erstellen: die "besten drei" verschiedener Kategorien folgen des nächste Mal.

Donnerstag, 6. April 2017

New Orleans - Musik ist die Seele der Stadt

New Orleans - Wo die guten Zeiten niemals enden

Der letzte Stopp meiner Weltreise führte mich in die Geburtstadt des Jazz, die Stadt, in der immer mindestens ein Festival läuft, die Stadt am Mississippi: New Orleans!

Die Skyline von New Orleans - Fotografiert von der Fähre, die vom Algiers Point ins French Quarter fährt

Zwischen Straßenkunst, Musik und tollem Essen


Das bunte Treiben im French Quarter

Mit der Pferdekutsche die alten Kolonialbauten des
French Quarter in New Orleans erkunden

New Orleans - ursprünglich französische, dann spanische, dann wieder französische Kolonie, bevor die USA sie gekauft hat - ist nicht nur  bekannt für Musik, Essen, Straßenkunst und Partys - sondern auch für alte Kolonialbauten. Das ganze French Quarter sieht aus wie eine Postkarte. Pferdekutschen bringen die Touristen zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten, an jeder Ecke spielt mindestens ein Straßenmusiker, wenn nicht gleich eine ganze Band und die Restaurants preisen traditionelles Cajun-Food, Po-Boys und französische Beignets an. 
Ich könne stundenlang durch dieses Viertel spazieren!
Zwischen den Geschäften,
Lokalen und der Straßenmusik
findet sich immer eine Galerie
Die Geschäfte bieten liebevolles Kunsthandwerk, klassische Touristenprodukte, verrückte Voodoo-Gegenstände und Carnival-Masken. An Zäunen hängen Zeichnungen, Psychic-Readings werden angeboten und spontan Gedichte. Zaubershows, Schwertschlucker und Flammentänzer zeigen, was sie können. Die bekanntesten und ältesten Restaurants scheinen immer überfüllt zu sein, aber mit ein paar "Geheimtipps" kommt man doch noch an die weltberühmte Küche von New Orleans. So gönnt man sich die Beignets vielleicht nicht im Café du Monde, sondern im Café Beignet, Po-Boys kann man überall ergattern und Cajun-Food... Dazu kann ich ehrlich gesagt, kaum etwas schreiben, weil es einfach zu scharf für mich ist. Wer scharfes Essen liebt, wird es bestimmt lieben.
Das einzige, was das wunderschöne French Quarter (mit meiner Lieblingsstraße, der Royal Street zerstört) sind die Autos. Wäre alles Fußgängerzone, wäre es perfekt.

Links: Jackson Square, der Platz in New Orleans mit der meisten Straßenkunst
Rechts: Zwei wunderschöne Häuser im historischen Algiers Point, in dem wir wohnten


Auf den Spuren von Louis Armstrong

Die Trompete von Louis Armstrong
im Hard Rock Café New Orleans

Mein traditioneller Besuch im Hard Rock Café war auch in New Orleans ein MUST. Und wer hätte das Gedacht: Die Trompete des berühmten Jazzer aus New Orleans ist natürlich hier ausgestellt. Und weil die New Orleaner auf ihren berühmten Musiker stehen, ist auch ein Park und der Flughafen nach ihm benannt.
Der Louis Armstrong Park hat allerdings keinen besonderen Eindruck hinterlassen. Er liegt direkt am Beginn des Stadtviertels Tremé - das historische Viertel der freien Schwarzen. Der Reiseführer versprach bunte, traditionelle Häuser - darum spazierten wir einmal hindurch. Ja, die Häuser sind, wie alle in New Orleans, sehr einzigartig, können aber an Schönheit nicht mit dem French Quarter oder Algiers Point (in dem wir wohnten) mithalten.

Der Louis Armstrong Park am Beginn des Stadtviertels Tremé

Einen weiteren Spaziergang zwischen alten Bauten, unternahmen wir durch den Garden District - bewohnt von besser situierten Akademikern und Studierenden. Immer noch, muss ich sagen: Nichts hält mit dem French Quarter und Algiers Point mit.
Entgegen des Louis Armstrong Parkes, hat der City Park, der größer als der Central Park ist, noch etwas mehr zu bieten: Hier befindet sich der Botanische Garten (der aufgrund eines Eintrittspreises von uns ausnahmsweise nicht besucht wurde), der Skultpurengarten, ein Storypark für Kinder, viele Gänse und - das stört mich unheimlich - Straßen und Parkplätze, die den Park in viele kleine Parkeinheiten unterteilen.

Eine Skulptur im Skulpturenpark des City Parks von New Orlea

Die Stadt, die von den Toten regiert wird


Alte Gräber am Lafayette Cemetery No 1
Ein weiteres Grab des Lafayette Cemetery No 1

New Orleans hat ca. 400.000 Einwohner, jedoch 4 Millionen Tote. Darum gilt die Stadt als die am meisten von Geistern und Vampiren heimgesuchte Stadt der USA. Auch die überfüllten Friedhöfe, wie der Lafayette Cemetery No 1 gilt als eine besondere Sehenswürdigkeit. Die sehr alten Gruften, mit Engelsstatuen, die mit Ketten verzierten Gräber - hinter jeder Ecke, wartet eine Geschichte. Kein Wunder, dass New Orleans als das Mekka der Vampire gilt.
Wer in New Orleans ist, muss sich eine Geister- und Vampir-Tour gönnen. An jeder Straßenecke des French Quarters sind grausame Morde oder Unfälle passiert. Das umspukte La Laurie Haus hinterlässt genauso einen tiefen Eindruck wie die wiederholten Fleischhacker Morde in der Ursuline Street  und die Vampir-Morde zweier Touristinnen vor einer alten Kirche.
Grabreihen am Lafayette
Cemetery No 1
Leider lassen sich zu den letzten beiden Fälle kaum Beweise online finden, aber ich zweifle nicht daran, dass solche Morde tatsächlich stattgefunden haben. Beunruhigend daran finde ich jedoch nur, dass Menschen zu solchen Grausamkeiten fähig sind. Wäre es nicht schöner zu glauben, dass böse Kreaturen dahinter stecken?


Partystadt bei Nacht und wie wir nur knapp dem Tornado entkamen


Eine unglaublich tolle Jazz Straßenband im French Quarter

In der Nacht verwandelt sich die schon tagsüber hauptsächlich von jungen Trinkenden besuchte Bourbon Street in die Party-Straße schlechthin. Der Geruch nach Alkohol, Erbrochenem, Pisse und gelegentlich Marihuana begleitet einem, egal wohin man geht. An manchen Straßenecken spielen noch einsame Musiker, doch weit weniger als am Tag. Um das Jazzleben richtig zu genießen, marschierten wir zur Frenchman Street - die Straße voller Clubs und Lokale. Leider wurden wir auch hier enttäuscht. Völlig überlaufen - darum oft kaum Einlass - spielten hauptsächlich Pop- und Rockmusiker. Von Jazz  nur ein Hauch und der hauptsächlich erneut von Straßenmusikanten. Da bevorzuge ich es doch, tagsüber durch das künstlerische French Quarter zu spazieren und der Musik zu lauschen. 
Zum Abschluss noch ein wunderschönes historisches Haus
im French Quarter von New Orleans.
Bei unserer Abreise, erlebten wir noch eine andere Seite von New Orleans in Louisiana - Die der Naturkatastrophen. Ja, es war kein Hurricane Kathrina, aber es war ein Sturm, ein Gewitter - Es gab Tornados und Tode. Ein Tornado direkt neben dem Flughafen, zu dem wir mussten, um nach Hause zu kommen. Im stärksten Regen fuhren wir also in Richtung des Tornados, der in der Wohngegend dort wütete. Zum Glück blieben wir verschont und kamen heil und sicher an. Ein beunruhigendes Gefühl herrschte in der Nacht trotzdem. Unser Haus wankte und taumelte wie eine Zündholzschachtel und wenn keine Geister dort hausten, dann war es wohl wirklich der Wind, der durch alle Ritzen blies und unheimliche Geräusche von sich gab.

Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar von New Orleans inspirierte Texte auf.

Mittwoch, 29. März 2017

Maui Part 2 - Von Schildkröten, Delfinen und Walen

Die wunderbare Unterwasserwelt von Hawaii

Nach unseren etwas Enttäuschenden ersten Tage auf Maui, kam die Besserung am Boot! Trotz einsetzender Magenbeschwerden - vor Besteigen des Bootes, am Boot, nach Verlassen des Bootes - bereits die Nacht davor, die Nacht danach, den Tag danach - wurde diese Tour zu einem absoluten Weltreise-Highlight.

Was für eine traumhafte Unterwasserwelt

Schnorcheln vor Lana'i

Die gebuchte Tour brachte uns (leider mit 1,5 Stunden Verspätung, die wir ohne allem in der Sonne warten mussten) vor die Nachbarinsel Lana'i, dort hieß es dann: Auf die Plätze, Schnorchel platzieren, tauchen! Eine - für mich bis dato einmalige - unglaubliche, ruhige, friedliche Unterwasserwelt tat sich vor uns auf. Mir fehlen die Worte, darum kommen hier einfach einmal Bilder.

Eindrücke vom Schnorcheln bei Lana'i


Endlich springen die Delfine

Nachdem wir schon in Australien Delfineflossen gesehen hatten, entdeckten wir endlich eine springende und spielende Schule. Ja, so haben wir uns Delfine immer vorgestellt!
Bei unsere Whalewatching-Tour haben wir dann auch Buckelwale gesehen. Leider sind sie nur in weiter Ferne richtig gesprungen. Aus der Nähe gab es Flossen, Wasserfontänen und vereinzelte andere Walkörperteile zu sehen.



Mit diesen Eindrücken verlassen wir die "Trauminsel" Maui wieder und ziehen weiter - Jetzt geht es nach New Orleans!

Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar von Hawaii inspirierte Texte auf.




Dienstag, 28. März 2017

Maui Part 1 - Von Traumausblicken und dem Streit um den Schattenplatz

Touristenmassen auf Hawaiis beliebtester Insel

Von Traumstränden, Naturwundern, atemberaubenden Sonnenuntergängen und den Gewalten der Vulkane wurden wir nach Maui gelockt. Dass es auch ein Surferparadies sein soll, war uns egal. Die Ankunft - wie im letzten Blogpost zu lesen - war beschwerlich, danach war die Stimmung gedrückt und wir freuten uns auf Entspannung pur.
Die Wasserseite von Lahaina, Maui, Hawaii

So viele Menschen

Sonnenuntergang von unserer Unterkunft - etwas außerhalb von
Lahaina
Leider ist Entspannung schwer möglich, wenn man sich den Strand mit tausenden anderen teilt, die alle um die wenigen Schattenplätze unter Palmen kämpfen. Ja, der Strand ist traumhaft - Es gibt Palmen und der schwarze Vulkansand ist schön und ja, der Ausblick auf die erloschenen Vulkane im Landesinneren ist ebenso unbeschreiblich, aber wenn man das alles mit zig tausend anderen teilt - dann wird es irgendwie weniger wertvoll, weniger beeindruckend, weniger umwerfend. Die beinahe einsamen Momente in unserer Unterkunft, von der aus, wir über das Meer auf die Nachbarinsel Lana'i blicken, sind die einzigen, in denen die ursprüngliche Schönheit Mauis tatsächlich zur Geltung kommt. Da sind wir doch froh, dass wir in einer mit 12 Zimmern eher kleineren Unterkunft hausen. Nur wenige Kilometer weiter in Ka'anapaali reiht sich ein Touristenbunker neben dem nächsten - Tausende Menschen sind dort auf engstem Raum zusammengepfercht.

Der Blick auf die Berge von Maui

Das Städtchen Lahaina

Die Ruinen der "Festung" von Lahaina
Der nächstgelegene Ort ist Lahaina, das Touristenzentrum in Westmaui schlechthin. Ein Souvenirgeschäft reiht sich neben dem anderen, gefolgt von berühmten Kleidermarken, Star Bucks, Restaurants mit Meerblick und zwischendurch ein paar alte, amerikanische Häuser, ein, zwei Museen,.. Lahaina ist überschaubar, die Haupttouristenstraße die einzige "schönere" und dementsprechend überfüllte Straße und an jeder zweiten Ecke spielt abends ein Straßenmusiker (wobei die Qualität stärker schwankt als der Seegang).
Wahrlich beeindruckend ist der Park, der am Hafen gelegen ist. Ein einziger Baum - genannt Banyan Tree - erstreckt sich über die ganze Fläche. Es sieht aus als wären es viele Bäume, aber bei genauerem hinsehen, erkennt man, dass es nur ein einziger ist.
Am Rande dieses Parks befindet sich auch eine alte Ruine aus dem 19. Jahrhundert. Dies war ursprünglich eine Festung, die beim Kampf zwischen den Walfängern und den missionierenden Priestern (Die Priester wollten den Mädchen verbieten, oben ohne oder auf die Schiffe der Walfänger zu gehen) gebaut wurde.

Auf diesem Bild kann man beinahe vergessen, wie viele
Touristen über Maui spazieren
Mein erster Eindruck von Maui ist... unentschlossen. Einerseits liebe ich die Palmen, das Meer, das Touristenfeeling - andererseits hasse ich die Menschenmasse, die überfüllten Strände, die Autofixierung (zu Fuß oder mit den Öffis kommt man kaum herum) und die amerikanischen Supermärkte (aber dazu später mehr)...

Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar von Hawaii inspirierte Texte auf.

Samstag, 25. März 2017

Unvorhersehbares und Krisenmanagement

Wie wir strandeten und bemerkten, dass wir ohne Internet vollkommen aufgeschmissen sind

In den letzten Tagen ereignete sich eine Vielzahl an unvorhersehbaren Situationen, die eine Menge Zeit, Nerven und Energie kosteten. Kleine Spoiler-Warnung: Es gibt ein Happy End, aber es könnte wie ein schlechter Ben-Stiller-Film klingen.

Die Verkürzung der Weltreise

Zwei Tage bevor wir Australien geplant verlassen wollten, traf uns die erste schlechte Nachricht: Unsere Gastgeberin in Puerto Rico ist schwer erkrankt und wir können nicht kommen. Nach langem überlegen (Unterkunft leisten vs. früher zurückfliegen und Flug umbuchen), entschieden wir uns dafür, einen früheren Flug nach Hause zu nehmen. Aufgrund der Zeitverschiebung zu Deutschland (wo der Sitz unserer Airline ist) und Amerika (wo der Sitz unserer anderen Airline ist) verbrachten wir Stunden vor dem Computer, bis die alten Flüge storniert und die neuen gebucht waren. Ja, eine Airline - hier mein großer Dank an JetBlue und meine beste Empfehlung für diese Airline - hat uns den vollen Preis zurückerstattet. Blöd nur, dass meine Kreditkarte, mit der ich damals die Flüge bezahlt habe, nicht mehr existiert. Was nun? Tagelang stand ich in Kontakt mit meiner Bank, die mir immer wieder sagte, es gäbe keine Möglichkeit die Rückerstattung weiter auf mein neues Konto zu befördern. Ob wir das rückerstattete Geld wohl je zu Gesicht bekommen?

Ein Gewitter später

Mit schlechtem Gefühl für die Heimreise (aber wenigstens hatten wir die Rückflüge gebucht) starteten wir Richtung Sydney, um am Abend mit Hawaiian Airlines auf Maui zu fliegen. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt blieb jedoch unser Zug stehen. Unheilverkündend zogen Gewitterwolken vorbei, so dunkel, dass man glauben könnte, es wäre bereits Nacht. Nach ein paar Minuten kommt die Durchsage, dass ein Gewitter die Gleise beschädigt habe - vorerst ginge es nicht weiter. Noch blieben wir cool - wir hatten einen großzügigen Puffer eingeplant. Etwas mehr als eine Stunde später, gerieten wir in Panik - unser Puffer war vorbei. Das Gewitter direkt über uns angekommen - die Türen offen, am Boden bereits eine große Lacke.
Kein Internet am Telefon - wir hatten keine Möglichkeit die Telefonnummer unserer Airline herauszufinden. Verzweifelt versuchten wir unsere Gastgeberinnen zu erreichen. Immer wieder kamen wir zum Anrufbeantworter. Mittlerweile wissen wir, dass auch bei ihnen ein Gewitter, das Läuten des Telefons übertönt hatte.
Endlich kamen wir durch! Zehn Minuten später war ich am Telefon mit der Airline. Ja, wir sein uns sicher, dass wir den Flug nicht mehr erreichen könnten. Ja, wir wissen, dass es nicht die Schuld der Airline ist. Ob wir umbuchen könnten? Wann gehe denn der nächste Flieger? Am nächsten Tag? Selbe Zeit? Ohne Umbuchungsgebühr? Die Erleichterung war groß.

Warum Kleinigkeiten den Tag verderben

Hier verabschiedeten wir uns von Australien!
Okay, wir hatten es geschafft. Wir würden nur einen Tag später auf Hawaii landen und wir hatten eine gute Freundin in der Nähe von Sydney, die uns für die Nacht aufnehmen würde. Mit über drei Stunden Verspätung erreichten wir schließlich Sydney und kamen noch etwa zwei Stunden später am Ende unserer Kräfte in unserem Notquartier an.
Trotz allem, wollten wir das Beste aus der Sache machen. Unseren zusätzlichen Tag in der Nähe von Sydney wollten wir am Strand verbringen. Oh und es fing so gut an! Die Felsen hatten etwas Außerirdisches, die Luft dufteten - wir verabschiedeten uns von Australien mit all unseren Sinnen - Sehen, hören, riechen, schmecken und... Leider auch fühlen! Beim über die Felsen Spazieren, passierte es. Für eine Sekunde blieb die Welt für mich stehen, als ich realisierte, dass meine Füße, den Halt verloren hatten. Ich überlegte genau, wie ich mich auffangen könnte, wollte noch anders greifen und... Zack, landete ich auf meinem Allerwertesten und meiner Schulter auf dem harten Fels. Kurz danach hörte ich den Ausruf meines Reisebegleiters - auch er war ausgerutscht und im Wasser gelandet (Drei Tage später, ist dieser Sturz immer noch der Grund, warum ich meine Tasche nur auf der rechten Schulter tragen kann..).
Oh, ihr verfluchten schönen Felsen,....

Das war der Anfang einer Reihe ungeschickter Zufälle. Im Supermarkt wurden unsere Kreditkarten erst nach dem fünften Versuch angenommen (da wir mit dem zusätzlichen Tag nicht gerechnet hatten, hatten wir kein Bargeld mehr). Beim Mittagessen kochen, verbrannte ich mir den Finger - Brandblase, hallo! Auf der Suche nach einem Coolpack, verstreuten wir die Eiswürfel in der ganzen Küche. Das Taxiunternehmen, das uns an diesem Tag zum Bahnhof Richtung Flughafen bringen sollte, legte mitten im Gespräch auf und war nicht mehr zu erreichen. Das Taxi selbst fuhr erst einmal an uns vorbei (schaffte es jedoch dann doch noch zu uns). Beim Aussteigen das nächste Problem: Die ersten drei unserer Kreditkarten wurden erneut abgelehnt. Direkt am Bahnhof gab es keinen Parkplatz - durch strömenden Regen zogen wir unsere vier Koffer und schleppten unsere drei Taschen. Klatschnass ging es zum Flughafen. Ach nein, die Serie der unglücklichen Zufälle macht davor einen Halt: Unsere Karten für den öffentlichen Verkehr (Opalcards) lassen sich zuerst nicht aufladen. Dann endlich geht es in den Zug und auf zum Flughafen.
Auch wenn das Sitzen mit meinem schmerzenden Allerwertesten ein Problem darstellte, war damit die Reihe unglücklicher Zufälle vorerst vorbei. Wir hoffen, so bleibt es, bis zum Ende unserer Reise. Eines haben wir gelernt: Nicht alles lässt sich planen!

Und für die Zukunft wissen wir: Mit Krisen lässt sich umgehen (aber es hilft, wenn die Airlines, die Panik in deiner Stimme hören). Ein Hoch auf JetBlue und Hawaiian, ein noch viel größeres Hoch auf unsere Gastgeberinnen und ein "Buuh" für die Kreditkartenlesegeräte, die Opalcards, die nicht vorhandenen Public Wifi Spots in Sydney, die rutschigen Felsen am Strand und vor allem ein "Buuh" für Gewitter, die daran Schuld waren, dass Bäume auf den Gleisen landeten.

Mittlerweile befinden wir uns auf Hawaii, erfreuen uns der letzten Tage unserer wunderbaren Weltreise und hoffen, bald Positives berichten zu können.