Dienstag, 17. Januar 2017

Bali Tag 3 - Endlich mehr von der Indonesischen Insel sehen

Affenbande, Wasserfall, Tempel und Co

Ja, es hat heute nicht geregnet - zumindest in der Früh noch nicht. Unser Ausflug konnte wie geplant stattfinden. Nach einem leckeren Frühstück im Hipster-Superfood-Lokal "Shady Shak" düsten wir los Richtung Ubud.

Weil das Essen hier so gut ist, hat es einen Schnappschuss
verdient


Wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut?

Ein Äffchen auf meiner Schulter :)
In unserem Fall hieß es eher: Wer hat die Bananen geklaut! Der erste Halt war im Affenwald. Unsere liebe Gastmama Sika hat in weiser Voraussicht ca. 30 Banane für uns gekauft. Innerhalb von 10 Minuten waren sie verfüttert. Die Parkwächter erklärten uns, wie man die Bananen halten muss, damit die Äffchen auf die Schulter hüpfen. Am Anfang war das ziemlich furchteinflößend, vor allem, wenn immer der allergrößte unterwegs war. Nach ein paar Versuchen hat es aber geklappt und die kleinen Äffchen haben auf unseren Schultern die Bananen verspeist (und die Hälfte dabei auf unsere Kleider gepatzt).

Ein Wasserfall zum Baden... Oder lieber doch nicht?

Der Tegenungang Wasserfall
Unser nächster Stopp war beim Tegenungang Wasserfall. Für umgerechnet ca. 70 Cent kann man dort im Fluss baden, während einem das Rauschen in den Ohren dringt. Nach gefühlt einer Million Stiegen - vermutlich um die 100 - ist man am Flussbett angelangt - und leider wieder von Müll umzingelt, darum ist uns die Lust am Schwimmen vergangen.
Wer sich wundert, hier unter den Fotos noch keine Misthaufen gesehen zu haben: Ich muss gestehen, ich habe mich bis jetzt geweigert, solche Schandflecken zu fotografieren... Vielleicht werde ich euch aber morgen tatsächlich vor solche Grausamkeiten stellen.

Auf den Markt und zum Hotel

Die wunderschöne Aussicht aus dem Auto
Leider ging es die meiste Zeit durch eine Stadt....
Während wir durch Ubud kutschiert wurden, im Stau steckten, konnten wir links und rechts aus dem Fenster staunen. Jedes Haus hat einen Tempel - ja tatsächlich jedes. Sika hat uns erklärt, dass es üblich ist einen Haustempel für Opfergaben zu besitzen - darum wird Bali auch das "Land der Tausend Tempel" genannt.
Die letzte Zwischenrast machten wir bei einem lokalen Markt, bei dem alle Preise leicht auf die Hälfte herunter gehandelt werden konnten. Danach ging es direkt nach Denpasar in unser Hotel. Sika lachte uns sehr aus, weil wir dachten, wir wären Mitten in der Stadt und könnten uns die Stadt anschauen. Leider lagen wir falsch - das Hotel (so unglaublich schön es auch hergerichtet ist) liegt in einer kaum beschreibbar langweiligen Gegend, ohne Restaurants, Tempel, irgendetwas... Dafür hat das Zimmer einen Blick über ein bisschen Dschungel!

Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar von Bali inspirierte Texte auf!


Bali Tag 2 - Auf der Suche nach der Schönheit der Insel

Die schöne Kultur Balis - Versunken im Müll

Unser Wecker läutete pünktlich um halb acht. Immer noch müde, aber aufgeregt vor unserem Ausflug waren wir hochmotiviert aufzustehen. Leider hat es geregnet. Wer hätte gedacht, dass es in den Tropen regnet? Der Ausflug fiel aus.

Gemütliche Erkundungstour mit schwerer Erkenntnis

Ein kleiner, versteckter Tempel in Canggu
Stattdessen spazierten wir durch Canggu, um unsere Wohngegend ein bisschen besser kennenzulernen. Leider waren auch hier die Straßen sehr stark befahren und die Straßengräben, Gärten – jeder Zentimeter, der nicht Privatbesitz ist – voller Müll. Während Singapur eine Stadt voller Symbiose zwischen Kultur und Natur war, ist Bali das Gegenteil. Hier sieht man, wie Tourismus ein Land, eine Insel oder zumindest diese Stadt zerstört hat. Kaum hundert Meter geht man, um von einem kleinen Tempel zum nächsten zu kommen. Diese sind liebevoll hergerichtet und kunstvoll gestaltet. Sie strahlen unglaubliche Tradition aus – aber kaum blickt man zu Boden, zwei Meter weiter oder schließt die Augen, sieht und riecht man den Müll und den Verkehr. Einen kleinen Beitrag dazu leisten auch die Opfergaben, die täglich vor jedem Haus den Göttern dargeboten werden: Früher waren diese aus Blättern geflochten, voller selbst gekochter Speisen – jetzt sind oft in Plastik verpackte Süßigkeiten dabei, die die Straßen weiter verschmutzen. Noch nie habe ich mich im Urlaub so enttäuscht gefühlt – Das hoch gepriesene Paradies Bali ist kein Paradies mehr, bloß eine verkommene Insel, wo an wenigen Ecken die einstige Schönheit zu erraten ist.

Tanah Lot – oder besser: Tanah Lots of Tourists


Tanah Lot - der Blick auf den Tempel und die Touristen
Um drei Uhr ging es dann endlich doch zu einem kleinen Trip zum Tanah Lot Tempel – der am meisten fotografierten Sehenswürdigkeit Balis. Alleine das hätte uns eine Lehre sein sollen. Völlig überlaufen, voller Touristen, erneut voller Müll und einem Verkaufsstand neben dem anderen hat der vermutlich einst magische Tempel seinen Reiz verloren. Auch wenn es immer noch beeindruckend ist, die hohen Wellen gegen den Tempel im Meer brechen zu sehen – die Atmosphäre ist eine unglaublich bedrückende. Erneut ein Beispiel wie sehr Tourismus Kultur zerstören kann. Der Tempel ist neben seiner außergewöhnlichen Position im Wasser auch für die heiligen Schlangen bekannt, die hier von Priestern betreut werden. Diese scheinen aber auch nicht mehr heilig zu sein, sondern bloß eine Touristenattraktion. Die Höhlen, in die sie gesteckt werden, sind erneut umgeben von angeschwemmtem Plastik und schlichtweg Dreck.


Der Duft nach Pizza und Regen


Ein kleines Reisfeld Mitten in der Stadt
Kaum waren wir vom Tempel zurück und sicher in unseren Zimmer, brachen die hier eigentlich immer dunklen, gewittrig aussehenden Wolken. Der tropische Regen war mehr als nur angenehm. Wir setzten uns gemütlich unter ein Dach mit Blick auf ein kleines Reisfeld und genossen das trommelnde Geräusch über uns. Der Wind half die Hitze zu vertreiben.
Zum Abendessen ließ der Regen ein wenig nach und wir nutzten das, um schnell in die Pizzaria nebenan zu hasten. Italienisches Essen ist immer gut - aber in diesem Lokal war auch die Atmosphäre umwerfend. Unglaublich entspannt und erfrischt wurde unser Blick auf Bali wieder freundlicher. Die Insel hatte doch etwas Erholsames.


La Baracca - die Pizzaria nebenan
Morgen brechen wir, wenn alles gut geht, zum Affenwald, den Reisterrassen rund um Ubud, einem Wasserfall und Ubud selbst auf. Wieder etwas, was in jedem Reiseführer empfohlen wird – Ob ich erneut so enttäuscht sein werde oder doch staunen kann?

Und zum Abschluss

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Montag, 16. Januar 2017

Bali Tag 1 - Die Enttäuschung kam am Strand

Endlich faul sein, rot werden und zu wenig schlafen

Der erste Tag in Bali war für uns ein Tag Entspannung. Nach den anstrengenden Sightseeing-Tagen in Singapur wollten wir einfach nur am Strand liegen und chillen. Leider hat uns der Strand sehr enttäuscht: Plastik, Flaschen, Verpackungen, Zigaretten - nach der unglaublichen Sauberkeit Singapurs ein Schock!
Mein Reisebär am Strand
Unser Homestay :)
Dennoch: Die Wellen brachen hoch, die Surfer waren interessant zu beobachten und wir ließen uns auf einem ein bisschen saubereren Fleckchen nieder. Leider hat es nicht lange gedauert bis unsere wohlverdiente Erholung durch eine Balinesin gestört. Armbänder, Ketten und Co wurden verkauft. Nach gefühlt tausend mal "Nein" sagen, zog sie weiter. Nur um der nächsten Platz zu machen und der übernächsten und schließlich wollten wir eines der Armbänder haben und kauften EINES, dann waren drei Balinesinnen da, wir kauften ein zweites und ein drittes. Eigentlich waren sie ja nett. Es war nur einfach alles zu viel. Und die erste Verkäuferin kam dann auch wieder zurück und begann uns zu beschimpfen, warum wir bei den anderen und nicht bei ihr gekauft hatten. Und weil schon die nächste auf der Lauer lag, uns zu belagern, zogen wir mit der Ausrede, wir müssten Mittagessen gehen, los und flüchteten den Strand entlang. Das nächste Abenteuer begann.


Die Irrfahrten von Vinzenz und Viola

Ein Tempel bei dem
wir vorbeigekommen sind
Auf der Suche nach einem geschützten Strandplatz, ohne Verkäuferinnen, ohne Dreck (oder zumindest mit weniger Dreck) zog es uns immer weiter fort von unserer Unterkunft. Die Wellen brachen nach wie vor - doch die Surfer waren fort. Die Strandschirme tauchten auf und verschwanden und plötzlich waren wir an einen Fluss gekommen, der in das Meer mündete. Ein verzweifelter Überquerungsversuch endete mit nassen Hosen, aber ohne Erfolg. Erschöpft und langsam von der Sonne gezeichnet, versuchten wir den Rückweg anzutreten. Die Angst vor den balinesischen Verkäuferinnen hielt uns jedoch davon ab, denselben Weg einzuschlagen, den wir gekommen waren. Also kämpften wir uns über Felsen und durch Müllberge auf eine Straße. Wir fühlten uns sicher, dachten schon, wir hätten den richtigen Weg gefunden und wären schnell zurück in unserem Homestay, am Pool. Falsch gedacht: Flip-Flops sind ein Folterinstrumente, vor allem die 4€-Version, die in Canggu verkauft wird. Nach zwei dicken, schmerzenden Blasen, beschloss ich barfuß weiterzugehen. Am Strand hatte das vorzüglich geklappt - auf der heißen Asphaltstraße nicht ganz so gut. Hüpfend wie ein lebendig gebratenes Hühnchen suchten wir unseren Weg zurück. Dank GoogleMaps fanden wir auch irgendwann nach Hause: Erschöpft, rot gebrannt von der Sonne, mit schmerzenden Füßen und einem fahlen Beigeschmack beim Gedanken an die Armbänder, die wir von den Balinesinnen gekauft hatten.


In der Ruhe liegt die Kraft

Das Haus neben unserem Homestay
Schon vor der Abfahrt wurden wir gewarnt: Auf Bali kannst du nicht planen. Wir haben uns geweigert, das zu glauben - wollten unbedingt die Insel erkunden und planten mit unserer unglaublich netten Gastmutter einen Ausflug nach Ubud. Ihrer Meinung nach ist Ubud aber nicht schön, also planten wir einen Ausflug in den Affenwald und zu einem großen Wasserfall - auch gut, Ubud wollten wir also einen Tag später machen.
Voll Vorfreude sind wir ins Bett gehüpft und wollten schnell einschlafen, damit der morgige Ausflug beginnen konnte. Stattdessen gab es eine Poolparty direkt vor unserem Zimmer - um zwölf und um eins und um zwei und um halb drei sind wir wohl doch weggedöst. In der Ruhe liegt die Kraft - und wer so müde ist, kann nur ruhig bleiben. In dieser Hitze ist aufregen ohnehin nicht möglich.

Und zum Abschluss

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Sonntag, 15. Januar 2017

Singapur Tag 4 - Noch so viel zu sehen!

Fünf Tempel, ein Lottoschein und zwei volle Koffer später

Der hinduistische Sri Thendayuthapani Tempel
Vergoldete Götterstatue
Der letzte Tag war angebrochen. Und in meiner Panik zu wenig gesehen zu haben, bin ich sofort Richtung China Town losmarschiert (unsere U-Bahn-Tickets haben nur für drei Tage gegolten). Am Weg bin ich über einen wunderschönen hinduistischen Tempel gestoßen und musste natürlich gleich hinein. Gut vorbereitet bin ich ohne Schuhe und halb verschleiert durch den Tempel marschiert, habe Fotos und Videos gemacht und versucht so leise wie möglich zu sein (viele Inder sind am Boden gesessen und haben gebetet). Gerade wollte ich gehen - unglaublich stolz auf mich, dass mir kein großer Faux-Pas passiert ist - da habe ich einen kleinen Stand im Tempel mit der Aufschrift "Tickets" bemerkt. Ein großer Schock für mich - ich hätte ein Ticket für den Tempel kaufen müssen! Sofort bin ich hin, habe mich entschuldigt, versucht zu erklären, dass ich es wirklich übersehen haben. Die Antwort kam auf "Indisch". Ich so "I'm sorry, I don't understand". Zurück kam "60 Cents". 60 Cents - das ist ja billig für ein Eintrittsticket - schnell bezahlt habe ich mein "Ticket" angeschaut. Alles in indischen (Tamil) Schriftzeichen - mit Dingen zum Ankreuzen. Ich glaube, ich habe versehentlich einen Lottoschein gekauft.. Im Hotel habe ich nämlich den Tempel gegoogelt: Eintritt gibt es dort keinen!

Die andere Seite von China Town

Thian Hock Keng Tempel
Das Dach eines Tempels, dessen Namen ich
vergessen habe
Nachdem ich gestern die touristischere Seite von China Town entdeckt habe, waren heute die alten Tempel an der Reihe. Gleich der erste hat mich ins Staunen versetzt. Beim Eingang hat mich sofort ein alter Chinese begrüßt, mir den Tempel erklärt und sich sichtlich über meinen Besuch gefreut (es gab sogar Zuckerl!). Ein wenig beunruhigend - der letzte Gästebucheintrag in diesem traumhaften Tempel war von Jänner 2013... 
Drei weitere chinesischer Tempel standen am Plan. Alle voller Opfergaben, Statuen, Räucherstäbchen (für Betende zum Opfern gratis) und unglaublich schön verzierten Dächern.
Danach ging es am Singapur River entlang zurück ins Hotel. Dabei habe ich eine weitere nette Straße, die "Old Docks" entdeckt - voller Restaurants, Bars und Cafés - hätten wir davon nur am ersten Tag gewusst! Fürs nächste Mal!

Der Blick über den Singapore River
Und damit war der Vormittag vorbei! Mittags ging es bereits zum Flughafen und ab nach Bali - eine kleine Weltreise für den drei stündigen Flug (zwei Stunden mussten wir danach auf unser Gepäck, die Passkontrolle und den Zoll warten - durch den Verkehr verging eine weitere Stunde für die 10 km Fahrt in unsere Unterkunft!)

Und zum Abschluss

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Freitag, 13. Januar 2017

Singapur Tag 3 - Der Dschungel in der Großstadt

Affenbanden und Chinatown

Ab in den Dschungel

Das Blätterdach des Regenwaldes

Achtung: Affenbande im Anmarsch!
Ich glaube, die haben mich absichtlich ignoriert...
Dritter Tag Großstadt - wir brauchen wieder Erholung, dabei ist Singapur wirklich eine grüne, erholsame Stadt. Nach dem Frühstück ging es gleich in das Bukit Timah Nature Reserve, dem primären Regenwald mitten im Stadtgebiet (außer in Rio de Janeiro ist es der einzige der Welt). Ganz auf Wandern vorbereitet, war es dann doch eine kleine Enttäuschung, dass alle Wege rollstuhlgerecht gebaut sind - so ist man doch nie mitten im Dschungel.
Der Aufstieg auf den höchsten, natürlichen Punkt Singapurs (ca. 165 m) war schweißtreibend und obwohl eine Aussicht von den großen Regenwaldbäumen versperrt blieb, hat es sich ausgezahlt! Beim Abstieg ist uns eine Affenbande über den Weg gelaufen - das hat natürlich bedeutet: Tausende Videos und Fotos! Und weil es runter immer schneller geht als rauf, waren wir blitzschnell zurück in der U-Bahn und im Hotel fürs Mittagessen.

Abstieg vom höchsten Punkt
Singapurs
Dritter Tag,.. ja, da wird man im Sight-Seeing-Urlaub immer müde, darum gab erst einmal eine Entspannungspause, bevor es ab ins Chinatown Heritage Center ging.

Mutter und Kind

Menschen, Menschen, nichts als Menschen!

China Town Kitsch Verkaufsstand

Die ersten beiden Tage in Singapur war ich mehr als positiv überrascht, hin und wieder haben wir Touristen gesehen, Deutsch gehört, haben uns mit ihnen um die besten Fotopoints gestritten, aber alles in Maßen - da ist am Wiener Stephansplatz um vieles mehr los! Aber nicht heute. Bei meinem Ausflug nach China Town sind die Massen aus ihren Löchern gekrochen und haben die Straßen geflutet, Touristen, Touristen, überall ein Gedränge, dass man kaum vorwärts kommen konnte.
China Town Dekoration
Das Chinatown Heritage Center bietet einen Überblick über die chinesische Geschichte in Singapur, hat interessante Zitate aus Tagebüchern und Briefen der Menschen, die im 19. bzw. am Beginn des 20. Jahrhunderts hergekommen sind, um Arbeit zu finden. Der größte Teil der Ausstellung zeigt jedoch einfach alte Wohnräume, alte Kleidung, alte Bücher, die meist grau und trostlos wirken und dazu verleiten, schnell wieder auf die Straße zu kommen.
Die Straßen von China Town sind im Prinzip Touristen-Straßenläden. Kitsch und kitsch und nochmals kitsch, Kimonos, Restaurants und alles, was der einkaufsnarrische Tourist nur wünscht. Für mich war nichts dabei, außer die einzigartige Atmosphäre.

Kurze Ergänzung: Ich habe soeben erfahren, dass es auch viele Tempel in China Town gibt, wenn man ein Stück weiter geht. Ich hoffe, ich komme morgen dazu, die noch zu besichtigen.

Wir befinden uns im Jahr des Hahns - Hier kann man es nicht
vergessen.

Und zum Abschluss

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Donnerstag, 12. Januar 2017

Singapur Tag 2 - Das volle Programm an einem Tag

Fußschmerzen, aber lachende Herzen!

Little India? Sleepy India!


Oh, sleepy India!
Ausgeschlafen und hoch motiviert habe ich um halb acht das Hotelzimmer verlassen. Blöd nur, dass Singapur nichts davon mitbekommen hat. Während in der U-Bahn noch reges Treiben geherrscht hat, war das berühmte, bunte, geruchsfreudige Little India noch im Bett. Vereinzelt wurde der Bazar aufgebaut. Jeder vorbeikommende Einheimische hat mich wie einen Alien angeschaut - Was machen auch Touristen schon vor elf Uhr aus dem Bett unterwegs?
Oh, Adds-India!
Dennoch sind mir die bunte Vielfalt, die tausenden Werbeplakate, die kleinen Häuser - schlicht "Little India" - aufgefallen. Ich war noch nie in Indien, also wer weiß, ob man sich in Little India tatsächlich wie in India fühlt. Aber das können ja alle, die schon mal in Indien waren, aufgrund der Fotos selbst entscheiden.
Oh, colourful India!
Auf jeden Fall ist es anders als der Rest von Singapur. Der Abfall auf den Straßen hat hier definitiv südeuropäisches Niveau erreicht (Plastik, Zigaretten, Glas,...). Und die Menschen, die mir begegnet sind, hatten alle indisches Aussehen (und meistens einen grimmigen Blick - Wie wage ich es auch als Touristin bei einer Ampel zu warten, anstatt bei rot über eine fünfspurige-Straße zu gehen?).

Oh, Little India!
Vor allem fehlt hier das "Großstadt-Feeling", das zwischen dem Singapore Flyer und den Gardens By The Bay gegeben ist. Es hat alles ein Großdorf-Feeling? Kleine Häuser, aber viele Menschen (zumindest tagsüber später laut Reiseführer, wie ich dort war, war alles ausgestorben), enge Gassen, aber auch fünf-spurige Straßen, Marktatmosphäre, aber irgendwie auch Großstadt-Bazar. Hoffentlich schaffe ich es in den nächsten Tagen noch einmal zu einer besseren Zeit hierher.

Fort Canning Park
Nach meinem halbstündigen, etwas missglückten Ausflug begann die Frühstückssuche. Der Supermarkt, der in der Nähe unseres Hotels sein sollte, hat sich bestens versteckt - oder ich habe zu früh aufgegeben. Der Weg dorthin sollte laut Google Maps durch den berühmten Fort Canning Park verlaufen - blöd nur, dass ich nicht wusste, dass der Fort Canning Park eine alte Befestigungsanlage der East India Trading Company war - das heißt: erhöht. Über 80 Stufen erhöht. In der tropischen Hitze. Völlig erledigt, habe ich also die Festung erklommen und mich auf die Suche nach dem Supermarkt gemacht. Leider nur, war der wieder - wer hätte das gedacht - auf der anderen Seite des Parks über 80 Stufen weiter unten... Aufgeben? Ja....

Von Indien nach Frankreich und zurück nach Singapur

Ein Éclair mit dunkler Schokolade und eines mit Violet und Cassis
Da kein selbstgemachtes Frühstück aus dem Supermarkt zu haben war, habe ich Google nach Cafés in meiner befragt. Das Ergebnis: Gleich um die Ecke gibt es eine Éclair-Konditorei. Dazu eine Geschichte: Vor vielen Jahren habe ich im Fernsehen eine Frau gesehen, die Schokoladen-Éclair-fanatisch war. Seitdem wollte ich Schokoladen-Éclairs kosten. Doch nirgendwo habe ich welche entdeckt. Immer wieder wollte ich selbst welche backen - aus den unterschiedlichsten Gründe bin ich jedoch nie dazu gekommen und nun - nun gibt es tatsächlich ein Éclair-Café direkt bei unserem Hotel. Die Fotos der Köstlichkeiten sollen euch das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.
Der Blick auf Alt- und Neu-Singapur
Das kleine Café wurde von zwei Frauen gegründet, die in Frankreich eine Patisserie-Schule besucht haben - dementsprechend lecker, waren die kleinen Sünden.
Nach meinem schokoladig-cremigen Frühstück ging es weiter an den Singapore-River. Vom Clarke- Quay aus am Fluss entlang den Riverwalk entlang spazieren, kann man nur staunen. Biegt man um eine Ecke tut sich die gigantische Skyline von Singapur auf - und im Vordergrund winzige Häuser aus den Zeiten als der Hafen von Singapur nicht winzig klein war.
Die St. Andrew's Cathedral
Mein Weg hat mich auch noch zur St. Andrew's Cathedrale, der Nationalgallerie und dem 1. Weltkriegsdenkmal geführt. Als Abschluss meiner Vormittagstour ging es zurück ans Wasser zum Wahrzeichen Singapurs: Dem Löwen mit dem Fischschwanz - dem Merlion. Dieses Wahrzeichen ist jedoch nicht das traditionelle Wappenzeichen, sondern erst 1964 für Werbezwecke erfunden worden. Ganz egal: Ich liebe ihn trotzdem!

Das Wahrzeichen Singapurs: Ein Löwe mit einem Fischschwanz

Endlich, die Gardens By The Bay!

Abendstimmung bei den Gardens By The Bay
Wer sitzt denn da im Nebelwald?
Im Nebelwald (Cloud Forest)
Am meisten gefreut habe ich mich in Singapur auf die futuristischen Gärten mit den künstlichen Riesenbäumen, umgeben von echten Pflanzen und Blüten und dabei noch zwei Gewächshäuser, die einerseits einen Nebelwald, andererseits mediterrane Klima zeigen. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Am Abend gab es dann noch eine große Lichtershow. So viele Fotos wie in diesem Park habe ich sonst nirgendwo geschossen. Also lasse ich vorerst die Bilder sprechen.

Der Blick auf den Singpore Flyer und die futuristischen
Bäume.



Aussicht auf die Gardens By The Bay

Schmerzende Füße, nette Leute und verwirrende U-Bahn-Stationen

Jetzt aber einmal ernst: Wer hat in einem Städteurlaub noch nie über seine Füße geklagt? Ich tue es jedenfalls immer. Entweder Blasen, Krämpfe oder kaputte Nägel, irgendetwas tut immer weh. Aber ganz egal, dadurch lasse ich mir den Urlaub nicht verderben!
Was schon schwieriger und Singapur spezifisch ist: Unglaublich komplizierte U-Bahn-Ausgänge. Obwohl eigentlich alles in Englisch angeschrieben ist, sind die Ausgänge niemals zu finden, oder nur schwer, oder man geht zehn Minuten durch eine Shopping-Mall bevor man an der frischen Luft herauskommt.
Gott sei Dank stehen überall Securities herum, die einen immer behilflich sind. Wirklich, einmal musste ich drei verschiedene Fragen bis ich den Ausgang gefunde
n habe. Und dann ging es durch stickige Stiegen ganz einsam drei Stockwerke hinauf - ob das der offizielle Ausgang war?
Aber nicht nur die Einheimischen sind nett. Wer es noch nicht weiß: Ich schreibe Reisetagebuch, aber ich selbst schreibe gar nicht darin, nein, ich lasse Leute hineinschreiben, die ich treffe. Bis jetzt waren das zwei Singapuri, zwei Italiener und ein Koreaner. Und alle schreiben so nett und so viel! Damit hatte ich nicht gerechnet. Ein hoch auf die unglaublich netten, freundlichen und herzlichen Menschen dieser Erde!

Und zum Abschluss

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Mittwoch, 11. Januar 2017

Singapur Tag 1 - Bunte Blüten, bunte Lichter

Warum Abschiede auch schön sind und das endlose Grün von Singapur!



Okay, jetzt aber ehrlich - Abschiede sind grässlich, unglaublich schlimm und eigentlich mag sie keiner. Vor dem Abflug nach Singapur sind mir doch die Tränen immer wieder gekommen - Verständlich, wenn man über drei Monate von seinen Liebsten getrennt ist. Womit ich nicht gerechnet hätte: Die wundervollen Abschiedsgeschenke meiner Familie und meiner Freunde! Im Flieger die Briefe zu lesen und Geschenke auszupacken - das hat schon was :)

Jetlag? Nein, danke!

Der Eingang zum Orchideengarten - Vier Himmelsrichtungen,
vier Uhren, vier Zeiten
Die sieben Stunden Zeitverschiebung zwischen Mitteleuropa und Singapur sind ein ganz schöner Brocken, aber nur 3h Fliegerschlaf und gemütliche Hotelbetten haben mich gleich nach der Ankunft in den Singapuri-Rhythmus gebracht. Ein kleines Problemchen dabei: Eine Baustelle direkt vor dem Fenster - ich weiß nicht, was es ist - aber etwas hat dort in der Nacht gespukt und meinen seeligen Hotelschlaf gestört.

Kein Schnee! Dafür alles grün!

Schon im Taxi zum Hotel hat mich die unglaublich grüne Landschaft von Singapur fasziniert. Noch nie habe ich eine Großstadt gesehen, in der Dschungel und Wohnraum so schön miteinander verschmelzen.
Blühende Orchidee :)
Heute ging es dann in den botanischen Garten. Seit 2015 ist dieser ein UNESCO Weltkulturerbe und das zu recht! Der 74 ha große Park ist eine Mischung aus urigem Dschungel, gepflegten Gärten und traumhaften Seen. Wasserschildkröten, Leguane und verschiedenste Vogelarten (einige darunter machen die nervigsten Geräusche, die wie Maschinen klingen, aber nach ungläubigem Hin- und Hergeblicke bin ich mir sicher, dass es Vögel waren..) schaffen eine wahre Idylle.

Wer reitet da so schnell auf einem Löwen
durch Singapur?
Eine traumhafte Augenweide ist der Orchideengarten. Stundenlang kann man zwischen den Blüten, Blättern, Springbrunnen und kleinen Wasserfällen spazieren und die Atmosphäre genießen. Für alle, die der tropisch feuchten Hitze nicht standhalten, gibt es auch ein kleines "Cool House", in dem Orchideen kühlerer Klimate zu sehen sind. Ein Wunder, dass sich in der Hitze nicht tausende Menschen in das kleine Haus zwängen, um für einen Moment nicht zu schwitzen.

Orchideen vor Wasserfall
Der Eingang ins Paradies..

Hard Rock Café Singapore - mein Pflichtprogramm


Nach dem botanischen Garten ging es auf einen Mocktail ins Hard Rock Café - eine Pflicht für mich in jeder Stadt, in der es eines gibt. Auf den Weg dahin sind wir auf die "Mülllüge" gekommen. Singapur, die sauberste Stadt der Welt, hat Viertel, in denen Müll auf den Straßen liegt - ja, tatsächlich. Bei unserem 15 minütigem Spaziergang haben wir zwei Plastiksäcke, eine Plastikflasche und ein Zuckerlpapier auf der Straße gesehen. Ts, ts, ts, Singapur, ich bin enttäuscht ;)

Beste Aussicht und strahlende Skyline

Die Aussicht vom Singapore Flyer auf die Gardens By The Bay
Am Abend war der Singapore Flyer - das größte Riesenrad der Welt - an der Reihe. Von unserem Flughafen-Taxi-Fahrer empfohlen starteten wir kurz vor Sonnenuntergang. Ob es sich ausgezahlt hat, oder ob es bei Nacht noch schöner gewesen wäre, bleibt uns wohl für immer ein Rätsel - Schön war es auf jeden Fall.
Danach spazierten wir über den Singapore River an der Flusspromenade entlang und konnten ein paar traumhafte Bilder der Singapore Skyline schießen.



Die wunderschöne Skyline von Singapur!




Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar von Singapur inspirierte Texte auf!
Lebensfreude pur!