Montag, 16. Januar 2017

Bali Tag 1 - Die Enttäuschung kam am Strand

Endlich faul sein, rot werden und zu wenig schlafen

Der erste Tag in Bali war für uns ein Tag Entspannung. Nach den anstrengenden Sightseeing-Tagen in Singapur wollten wir einfach nur am Strand liegen und chillen. Leider hat uns der Strand sehr enttäuscht: Plastik, Flaschen, Verpackungen, Zigaretten - nach der unglaublichen Sauberkeit Singapurs ein Schock!
Mein Reisebär am Strand
Unser Homestay :)
Dennoch: Die Wellen brachen hoch, die Surfer waren interessant zu beobachten und wir ließen uns auf einem ein bisschen saubereren Fleckchen nieder. Leider hat es nicht lange gedauert bis unsere wohlverdiente Erholung durch eine Balinesin gestört. Armbänder, Ketten und Co wurden verkauft. Nach gefühlt tausend mal "Nein" sagen, zog sie weiter. Nur um der nächsten Platz zu machen und der übernächsten und schließlich wollten wir eines der Armbänder haben und kauften EINES, dann waren drei Balinesinnen da, wir kauften ein zweites und ein drittes. Eigentlich waren sie ja nett. Es war nur einfach alles zu viel. Und die erste Verkäuferin kam dann auch wieder zurück und begann uns zu beschimpfen, warum wir bei den anderen und nicht bei ihr gekauft hatten. Und weil schon die nächste auf der Lauer lag, uns zu belagern, zogen wir mit der Ausrede, wir müssten Mittagessen gehen, los und flüchteten den Strand entlang. Das nächste Abenteuer begann.


Die Irrfahrten von Vinzenz und Viola

Ein Tempel bei dem
wir vorbeigekommen sind
Auf der Suche nach einem geschützten Strandplatz, ohne Verkäuferinnen, ohne Dreck (oder zumindest mit weniger Dreck) zog es uns immer weiter fort von unserer Unterkunft. Die Wellen brachen nach wie vor - doch die Surfer waren fort. Die Strandschirme tauchten auf und verschwanden und plötzlich waren wir an einen Fluss gekommen, der in das Meer mündete. Ein verzweifelter Überquerungsversuch endete mit nassen Hosen, aber ohne Erfolg. Erschöpft und langsam von der Sonne gezeichnet, versuchten wir den Rückweg anzutreten. Die Angst vor den balinesischen Verkäuferinnen hielt uns jedoch davon ab, denselben Weg einzuschlagen, den wir gekommen waren. Also kämpften wir uns über Felsen und durch Müllberge auf eine Straße. Wir fühlten uns sicher, dachten schon, wir hätten den richtigen Weg gefunden und wären schnell zurück in unserem Homestay, am Pool. Falsch gedacht: Flip-Flops sind ein Folterinstrumente, vor allem die 4€-Version, die in Canggu verkauft wird. Nach zwei dicken, schmerzenden Blasen, beschloss ich barfuß weiterzugehen. Am Strand hatte das vorzüglich geklappt - auf der heißen Asphaltstraße nicht ganz so gut. Hüpfend wie ein lebendig gebratenes Hühnchen suchten wir unseren Weg zurück. Dank GoogleMaps fanden wir auch irgendwann nach Hause: Erschöpft, rot gebrannt von der Sonne, mit schmerzenden Füßen und einem fahlen Beigeschmack beim Gedanken an die Armbänder, die wir von den Balinesinnen gekauft hatten.


In der Ruhe liegt die Kraft

Das Haus neben unserem Homestay
Schon vor der Abfahrt wurden wir gewarnt: Auf Bali kannst du nicht planen. Wir haben uns geweigert, das zu glauben - wollten unbedingt die Insel erkunden und planten mit unserer unglaublich netten Gastmutter einen Ausflug nach Ubud. Ihrer Meinung nach ist Ubud aber nicht schön, also planten wir einen Ausflug in den Affenwald und zu einem großen Wasserfall - auch gut, Ubud wollten wir also einen Tag später machen.
Voll Vorfreude sind wir ins Bett gehüpft und wollten schnell einschlafen, damit der morgige Ausflug beginnen konnte. Stattdessen gab es eine Poolparty direkt vor unserem Zimmer - um zwölf und um eins und um zwei und um halb drei sind wir wohl doch weggedöst. In der Ruhe liegt die Kraft - und wer so müde ist, kann nur ruhig bleiben. In dieser Hitze ist aufregen ohnehin nicht möglich.

Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar von Bali inspirierte Texte auf!

Sonntag, 15. Januar 2017

Singapur Tag 4 - Noch so viel zu sehen!

Fünf Tempel, ein Lottoschein und zwei volle Koffer später

Der hinduistische Sri Thendayuthapani Tempel
Vergoldete Götterstatue
Der letzte Tag war angebrochen. Und in meiner Panik zu wenig gesehen zu haben, bin ich sofort Richtung China Town losmarschiert (unsere U-Bahn-Tickets haben nur für drei Tage gegolten). Am Weg bin ich über einen wunderschönen hinduistischen Tempel gestoßen und musste natürlich gleich hinein. Gut vorbereitet bin ich ohne Schuhe und halb verschleiert durch den Tempel marschiert, habe Fotos und Videos gemacht und versucht so leise wie möglich zu sein (viele Inder sind am Boden gesessen und haben gebetet). Gerade wollte ich gehen - unglaublich stolz auf mich, dass mir kein großer Faux-Pas passiert ist - da habe ich einen kleinen Stand im Tempel mit der Aufschrift "Tickets" bemerkt. Ein großer Schock für mich - ich hätte ein Ticket für den Tempel kaufen müssen! Sofort bin ich hin, habe mich entschuldigt, versucht zu erklären, dass ich es wirklich übersehen haben. Die Antwort kam auf "Indisch". Ich so "I'm sorry, I don't understand". Zurück kam "60 Cents". 60 Cents - das ist ja billig für ein Eintrittsticket - schnell bezahlt habe ich mein "Ticket" angeschaut. Alles in indischen (Tamil) Schriftzeichen - mit Dingen zum Ankreuzen. Ich glaube, ich habe versehentlich einen Lottoschein gekauft.. Im Hotel habe ich nämlich den Tempel gegoogelt: Eintritt gibt es dort keinen!

Die andere Seite von China Town

Thian Hock Keng Tempel
Das Dach eines Tempels, dessen Namen ich
vergessen habe
Nachdem ich gestern die touristischere Seite von China Town entdeckt habe, waren heute die alten Tempel an der Reihe. Gleich der erste hat mich ins Staunen versetzt. Beim Eingang hat mich sofort ein alter Chinese begrüßt, mir den Tempel erklärt und sich sichtlich über meinen Besuch gefreut (es gab sogar Zuckerl!). Ein wenig beunruhigend - der letzte Gästebucheintrag in diesem traumhaften Tempel war von Jänner 2013... 
Drei weitere chinesischer Tempel standen am Plan. Alle voller Opfergaben, Statuen, Räucherstäbchen (für Betende zum Opfern gratis) und unglaublich schön verzierten Dächern.
Danach ging es am Singapur River entlang zurück ins Hotel. Dabei habe ich eine weitere nette Straße, die "Old Docks" entdeckt - voller Restaurants, Bars und Cafés - hätten wir davon nur am ersten Tag gewusst! Fürs nächste Mal!

Der Blick über den Singapore River
Und damit war der Vormittag vorbei! Mittags ging es bereits zum Flughafen und ab nach Bali - eine kleine Weltreise für den drei stündigen Flug (zwei Stunden mussten wir danach auf unser Gepäck, die Passkontrolle und den Zoll warten - durch den Verkehr verging eine weitere Stunde für die 10 km Fahrt in unsere Unterkunft!)

Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar von Singapur inspirierte Texte auf!


Freitag, 13. Januar 2017

Singapur Tag 3 - Der Dschungel in der Großstadt

Affenbanden und Chinatown

Ab in den Dschungel

Das Blätterdach des Regenwaldes

Achtung: Affenbande im Anmarsch!
Ich glaube, die haben mich absichtlich ignoriert...
Dritter Tag Großstadt - wir brauchen wieder Erholung, dabei ist Singapur wirklich eine grüne, erholsame Stadt. Nach dem Frühstück ging es gleich in das Bukit Timah Nature Reserve, dem primären Regenwald mitten im Stadtgebiet (außer in Rio de Janeiro ist es der einzige der Welt). Ganz auf Wandern vorbereitet, war es dann doch eine kleine Enttäuschung, dass alle Wege rollstuhlgerecht gebaut sind - so ist man doch nie mitten im Dschungel.
Der Aufstieg auf den höchsten, natürlichen Punkt Singapurs (ca. 165 m) war schweißtreibend und obwohl eine Aussicht von den großen Regenwaldbäumen versperrt blieb, hat es sich ausgezahlt! Beim Abstieg ist uns eine Affenbande über den Weg gelaufen - das hat natürlich bedeutet: Tausende Videos und Fotos! Und weil es runter immer schneller geht als rauf, waren wir blitzschnell zurück in der U-Bahn und im Hotel fürs Mittagessen.

Abstieg vom höchsten Punkt
Singapurs
Dritter Tag,.. ja, da wird man im Sight-Seeing-Urlaub immer müde, darum gab erst einmal eine Entspannungspause, bevor es ab ins Chinatown Heritage Center ging.

Mutter und Kind

Menschen, Menschen, nichts als Menschen!

China Town Kitsch Verkaufsstand

Die ersten beiden Tage in Singapur war ich mehr als positiv überrascht, hin und wieder haben wir Touristen gesehen, Deutsch gehört, haben uns mit ihnen um die besten Fotopoints gestritten, aber alles in Maßen - da ist am Wiener Stephansplatz um vieles mehr los! Aber nicht heute. Bei meinem Ausflug nach China Town sind die Massen aus ihren Löchern gekrochen und haben die Straßen geflutet, Touristen, Touristen, überall ein Gedränge, dass man kaum vorwärts kommen konnte.
China Town Dekoration
Das Chinatown Heritage Center bietet einen Überblick über die chinesische Geschichte in Singapur, hat interessante Zitate aus Tagebüchern und Briefen der Menschen, die im 19. bzw. am Beginn des 20. Jahrhunderts hergekommen sind, um Arbeit zu finden. Der größte Teil der Ausstellung zeigt jedoch einfach alte Wohnräume, alte Kleidung, alte Bücher, die meist grau und trostlos wirken und dazu verleiten, schnell wieder auf die Straße zu kommen.
Die Straßen von China Town sind im Prinzip Touristen-Straßenläden. Kitsch und kitsch und nochmals kitsch, Kimonos, Restaurants und alles, was der einkaufsnarrische Tourist nur wünscht. Für mich war nichts dabei, außer die einzigartige Atmosphäre.

Kurze Ergänzung: Ich habe soeben erfahren, dass es auch viele Tempel in China Town gibt, wenn man ein Stück weiter geht. Ich hoffe, ich komme morgen dazu, die noch zu besichtigen.

Wir befinden uns im Jahr des Hahns - Hier kann man es nicht
vergessen.

Und zum Abschluss

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Donnerstag, 12. Januar 2017

Singapur Tag 2 - Das volle Programm an einem Tag

Fußschmerzen, aber lachende Herzen!

Little India? Sleepy India!


Oh, sleepy India!
Ausgeschlafen und hoch motiviert habe ich um halb acht das Hotelzimmer verlassen. Blöd nur, dass Singapur nichts davon mitbekommen hat. Während in der U-Bahn noch reges Treiben geherrscht hat, war das berühmte, bunte, geruchsfreudige Little India noch im Bett. Vereinzelt wurde der Bazar aufgebaut. Jeder vorbeikommende Einheimische hat mich wie einen Alien angeschaut - Was machen auch Touristen schon vor elf Uhr aus dem Bett unterwegs?
Oh, Adds-India!
Dennoch sind mir die bunte Vielfalt, die tausenden Werbeplakate, die kleinen Häuser - schlicht "Little India" - aufgefallen. Ich war noch nie in Indien, also wer weiß, ob man sich in Little India tatsächlich wie in India fühlt. Aber das können ja alle, die schon mal in Indien waren, aufgrund der Fotos selbst entscheiden.
Oh, colourful India!
Auf jeden Fall ist es anders als der Rest von Singapur. Der Abfall auf den Straßen hat hier definitiv südeuropäisches Niveau erreicht (Plastik, Zigaretten, Glas,...). Und die Menschen, die mir begegnet sind, hatten alle indisches Aussehen (und meistens einen grimmigen Blick - Wie wage ich es auch als Touristin bei einer Ampel zu warten, anstatt bei rot über eine fünfspurige-Straße zu gehen?).

Oh, Little India!
Vor allem fehlt hier das "Großstadt-Feeling", das zwischen dem Singapore Flyer und den Gardens By The Bay gegeben ist. Es hat alles ein Großdorf-Feeling? Kleine Häuser, aber viele Menschen (zumindest tagsüber später laut Reiseführer, wie ich dort war, war alles ausgestorben), enge Gassen, aber auch fünf-spurige Straßen, Marktatmosphäre, aber irgendwie auch Großstadt-Bazar. Hoffentlich schaffe ich es in den nächsten Tagen noch einmal zu einer besseren Zeit hierher.

Fort Canning Park
Nach meinem halbstündigen, etwas missglückten Ausflug begann die Frühstückssuche. Der Supermarkt, der in der Nähe unseres Hotels sein sollte, hat sich bestens versteckt - oder ich habe zu früh aufgegeben. Der Weg dorthin sollte laut Google Maps durch den berühmten Fort Canning Park verlaufen - blöd nur, dass ich nicht wusste, dass der Fort Canning Park eine alte Befestigungsanlage der East India Trading Company war - das heißt: erhöht. Über 80 Stufen erhöht. In der tropischen Hitze. Völlig erledigt, habe ich also die Festung erklommen und mich auf die Suche nach dem Supermarkt gemacht. Leider nur, war der wieder - wer hätte das gedacht - auf der anderen Seite des Parks über 80 Stufen weiter unten... Aufgeben? Ja....

Von Indien nach Frankreich und zurück nach Singapur

Ein Éclair mit dunkler Schokolade und eines mit Violet und Cassis
Da kein selbstgemachtes Frühstück aus dem Supermarkt zu haben war, habe ich Google nach Cafés in meiner befragt. Das Ergebnis: Gleich um die Ecke gibt es eine Éclair-Konditorei. Dazu eine Geschichte: Vor vielen Jahren habe ich im Fernsehen eine Frau gesehen, die Schokoladen-Éclair-fanatisch war. Seitdem wollte ich Schokoladen-Éclairs kosten. Doch nirgendwo habe ich welche entdeckt. Immer wieder wollte ich selbst welche backen - aus den unterschiedlichsten Gründe bin ich jedoch nie dazu gekommen und nun - nun gibt es tatsächlich ein Éclair-Café direkt bei unserem Hotel. Die Fotos der Köstlichkeiten sollen euch das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.
Der Blick auf Alt- und Neu-Singapur
Das kleine Café wurde von zwei Frauen gegründet, die in Frankreich eine Patisserie-Schule besucht haben - dementsprechend lecker, waren die kleinen Sünden.
Nach meinem schokoladig-cremigen Frühstück ging es weiter an den Singapore-River. Vom Clarke- Quay aus am Fluss entlang den Riverwalk entlang spazieren, kann man nur staunen. Biegt man um eine Ecke tut sich die gigantische Skyline von Singapur auf - und im Vordergrund winzige Häuser aus den Zeiten als der Hafen von Singapur nicht winzig klein war.
Die St. Andrew's Cathedral
Mein Weg hat mich auch noch zur St. Andrew's Cathedrale, der Nationalgallerie und dem 1. Weltkriegsdenkmal geführt. Als Abschluss meiner Vormittagstour ging es zurück ans Wasser zum Wahrzeichen Singapurs: Dem Löwen mit dem Fischschwanz - dem Merlion. Dieses Wahrzeichen ist jedoch nicht das traditionelle Wappenzeichen, sondern erst 1964 für Werbezwecke erfunden worden. Ganz egal: Ich liebe ihn trotzdem!

Das Wahrzeichen Singapurs: Ein Löwe mit einem Fischschwanz

Endlich, die Gardens By The Bay!

Abendstimmung bei den Gardens By The Bay
Wer sitzt denn da im Nebelwald?
Im Nebelwald (Cloud Forest)
Am meisten gefreut habe ich mich in Singapur auf die futuristischen Gärten mit den künstlichen Riesenbäumen, umgeben von echten Pflanzen und Blüten und dabei noch zwei Gewächshäuser, die einerseits einen Nebelwald, andererseits mediterrane Klima zeigen. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Am Abend gab es dann noch eine große Lichtershow. So viele Fotos wie in diesem Park habe ich sonst nirgendwo geschossen. Also lasse ich vorerst die Bilder sprechen.

Der Blick auf den Singpore Flyer und die futuristischen
Bäume.



Aussicht auf die Gardens By The Bay

Schmerzende Füße, nette Leute und verwirrende U-Bahn-Stationen

Jetzt aber einmal ernst: Wer hat in einem Städteurlaub noch nie über seine Füße geklagt? Ich tue es jedenfalls immer. Entweder Blasen, Krämpfe oder kaputte Nägel, irgendetwas tut immer weh. Aber ganz egal, dadurch lasse ich mir den Urlaub nicht verderben!
Was schon schwieriger und Singapur spezifisch ist: Unglaublich komplizierte U-Bahn-Ausgänge. Obwohl eigentlich alles in Englisch angeschrieben ist, sind die Ausgänge niemals zu finden, oder nur schwer, oder man geht zehn Minuten durch eine Shopping-Mall bevor man an der frischen Luft herauskommt.
Gott sei Dank stehen überall Securities herum, die einen immer behilflich sind. Wirklich, einmal musste ich drei verschiedene Fragen bis ich den Ausgang gefunde
n habe. Und dann ging es durch stickige Stiegen ganz einsam drei Stockwerke hinauf - ob das der offizielle Ausgang war?
Aber nicht nur die Einheimischen sind nett. Wer es noch nicht weiß: Ich schreibe Reisetagebuch, aber ich selbst schreibe gar nicht darin, nein, ich lasse Leute hineinschreiben, die ich treffe. Bis jetzt waren das zwei Singapuri, zwei Italiener und ein Koreaner. Und alle schreiben so nett und so viel! Damit hatte ich nicht gerechnet. Ein hoch auf die unglaublich netten, freundlichen und herzlichen Menschen dieser Erde!

Und zum Abschluss

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Mittwoch, 11. Januar 2017

Singapur Tag 1 - Bunte Blüten, bunte Lichter

Warum Abschiede auch schön sind und das endlose Grün von Singapur!



Okay, jetzt aber ehrlich - Abschiede sind grässlich, unglaublich schlimm und eigentlich mag sie keiner. Vor dem Abflug nach Singapur sind mir doch die Tränen immer wieder gekommen - Verständlich, wenn man über drei Monate von seinen Liebsten getrennt ist. Womit ich nicht gerechnet hätte: Die wundervollen Abschiedsgeschenke meiner Familie und meiner Freunde! Im Flieger die Briefe zu lesen und Geschenke auszupacken - das hat schon was :)

Jetlag? Nein, danke!

Der Eingang zum Orchideengarten - Vier Himmelsrichtungen,
vier Uhren, vier Zeiten
Die sieben Stunden Zeitverschiebung zwischen Mitteleuropa und Singapur sind ein ganz schöner Brocken, aber nur 3h Fliegerschlaf und gemütliche Hotelbetten haben mich gleich nach der Ankunft in den Singapuri-Rhythmus gebracht. Ein kleines Problemchen dabei: Eine Baustelle direkt vor dem Fenster - ich weiß nicht, was es ist - aber etwas hat dort in der Nacht gespukt und meinen seeligen Hotelschlaf gestört.

Kein Schnee! Dafür alles grün!

Schon im Taxi zum Hotel hat mich die unglaublich grüne Landschaft von Singapur fasziniert. Noch nie habe ich eine Großstadt gesehen, in der Dschungel und Wohnraum so schön miteinander verschmelzen.
Blühende Orchidee :)
Heute ging es dann in den botanischen Garten. Seit 2015 ist dieser ein UNESCO Weltkulturerbe und das zu recht! Der 74 ha große Park ist eine Mischung aus urigem Dschungel, gepflegten Gärten und traumhaften Seen. Wasserschildkröten, Leguane und verschiedenste Vogelarten (einige darunter machen die nervigsten Geräusche, die wie Maschinen klingen, aber nach ungläubigem Hin- und Hergeblicke bin ich mir sicher, dass es Vögel waren..) schaffen eine wahre Idylle.

Wer reitet da so schnell auf einem Löwen
durch Singapur?
Eine traumhafte Augenweide ist der Orchideengarten. Stundenlang kann man zwischen den Blüten, Blättern, Springbrunnen und kleinen Wasserfällen spazieren und die Atmosphäre genießen. Für alle, die der tropisch feuchten Hitze nicht standhalten, gibt es auch ein kleines "Cool House", in dem Orchideen kühlerer Klimate zu sehen sind. Ein Wunder, dass sich in der Hitze nicht tausende Menschen in das kleine Haus zwängen, um für einen Moment nicht zu schwitzen.

Orchideen vor Wasserfall
Der Eingang ins Paradies..

Hard Rock Café Singapore - mein Pflichtprogramm


Nach dem botanischen Garten ging es auf einen Mocktail ins Hard Rock Café - eine Pflicht für mich in jeder Stadt, in der es eines gibt. Auf den Weg dahin sind wir auf die "Mülllüge" gekommen. Singapur, die sauberste Stadt der Welt, hat Viertel, in denen Müll auf den Straßen liegt - ja, tatsächlich. Bei unserem 15 minütigem Spaziergang haben wir zwei Plastiksäcke, eine Plastikflasche und ein Zuckerlpapier auf der Straße gesehen. Ts, ts, ts, Singapur, ich bin enttäuscht ;)

Beste Aussicht und strahlende Skyline

Die Aussicht vom Singapore Flyer auf die Gardens By The Bay
Am Abend war der Singapore Flyer - das größte Riesenrad der Welt - an der Reihe. Von unserem Flughafen-Taxi-Fahrer empfohlen starteten wir kurz vor Sonnenuntergang. Ob es sich ausgezahlt hat, oder ob es bei Nacht noch schöner gewesen wäre, bleibt uns wohl für immer ein Rätsel - Schön war es auf jeden Fall.
Danach spazierten wir über den Singapore River an der Flusspromenade entlang und konnten ein paar traumhafte Bilder der Singapore Skyline schießen.



Die wunderschöne Skyline von Singapur!




Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar von Singapur inspirierte Texte auf!
Lebensfreude pur!

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Einmal um die ganze Welt

Von Asien über Australien nach Amerika

Am 09. Jänner startet meine bisher längste Reise - eine Weltreise. Für etwas mehr als drei Monate werde ich unterwegs sein und dabei auf drei verschiedenen Kontinenten Kulturen kennenlernen. Damit ihr so viel wie möglich von meiner Weltreise mitbekommt, werde ich versuchen, den Reiseblog regelmäßig zu aktualisieren – und wenn jemanden nur ein bestimmtes Land interessiert, kommt gleich eine Reiseübersicht:

Singapur von 10. bis 14. Jänner
Bali von 14. bis 18. Jänner
Brisbane von 19. bis 23. Jänner
Roadtrip nach Newcastle von 23. bis 25. Jänner
Die australische Ostküste mit verschiedenen (noch ungeplanten) Ausflügen von 25. Jänner bis 22. März
Maui von 22. bis 29. März
New Orleans von 30. März bis 2. April
Puerto Rico von 2. bis 13. April

Blogbeiträge kommen – je nach Erlebten und Zeit – täglich, nach jedem Zwischenstopp, aber spätestens einmal die Woche online.


Ich wünsche euch viel Spaß mit den Fotos und den Texten und würde mich über Kommentare freuen!

Samstag, 22. Oktober 2016

Essen - Deutschland

Essen - Eine Stadt, die eigentlich nicht so schön sein dürfte

Los geht es vom Wiener Hauptbahnhof mit dem Euronight Express im Liegewagen nach Düsseldorf und dann weiter nach Essen, wo mich meine gute Freundin Sonja erwartet hat.
Der Kölner Dom - Vom Zug aus
In meinem Abteil waren auch noch fünf andere Leute, darunter eine junge Familie mit einem vielleicht sieben jährigen Sohn (Oder irgendetwas in der Richtung..) Jedenfalls: Kurz bevor wir Köln angekommen sind, haben ihn seine Eltern gefragt, ob er sich denn schon auf Zuhause freue. Und er hat aus dem Fenster geschaut und gemeint: "Nein! Da sind nur alte, kaputte Häuser da draußen!". Und wie Recht er nicht hatte: Vor dem Fenster waren nur alte, kaputte Gebäude, schlechtes Graffiti und hässliche Fabriken... Aber - und hier kommt das große Aber: Als wir durch Köln gefahren sind, konnte ich einen Blick auf den Kölner Dom erhaschen und von da an, ging es bergauf: Alte Gebäude ja - aber definitiv besser aussehend :)

Ich habe sonniges Wetter mitgebracht... Uuuuuuund es ist weg!

Das gute Wetter muss man
genießen, solange es anhält.
Ein kleiner Bach macht jeden Park besser.
Hohe Bäume, bunte Blätter und blauer
Himmel - Hallo, goldener Herbst!
Wie ihr ja jetzt schon wisst, bin ich nach Essen gefahren, um eine gute Freundin zu besuchen. Eigentlich ist das der einzige Grund, warum ich überhaupt auf diesem Kurzurlaub bin. Sie hat mich also noch zu sich nach Hause gebracht, bevor sie leider zurück auf die Uni musste. Weil aber das Wetter noch spitze war und die Wettervorhersage ziemlich schlechtes Wetter in den nächsten Stunden, wenn nicht Minuten vorhergesagt hat, habe ich meine Tasche gepackt und einen Spaziergang durch den ältesten Park Essens gemacht, dem Borbecker Schlosspark.
Und er hat mich wirklich überrascht: So ein wunderschöner Ort! Okay, das Schloss war nicht so beeindruckend, aber die ganzen herbstlichen Bäume, die noch warme Sonne - das alles hat meinen Spaziergang ziemlich perfekt gemacht. Und hier kommt's: Ich hatte noch dazu meinen Stift, meinen Block und Schokolade mit. Was könnte also noch besser sein?
Der perfekte Ort zum Schreiben :)
Okay, vielleicht wenn das Wetter so gut geblieben wäre... Das hätte besser sein können. Ein paar Stunden später hat nämlich der Regen schon angefangen... Und hat nicht aufgehört bis ich abgereist bin..

Pulli-Wetter, die Schönheit der Erde und tausende Menschen

Am nächsten Tag sind wir schon mit Regen vorm Fenster aufgewacht. Nass und Kalt und einfach wäh... Und weil mein Reiseführer eigentlich nur Parks, schöne Straßen und Hausfassaden empfiehlt haben wir zuerst nicht gewusst, was wir machen wollen. Darum ist es wirklich super, wenn man einen Insider dabei hat - Sonjas Mama hat uns eine Fotoausstellung, genannt "Wunder der Natur" im Gasometer Oberhausen - eine Nachbarstadt - empfohlen.
Die Fotos in der Ausstellung können mit uns im Vordergrund
natürlich nur verbessert werden.
Dieses hat Sonja von mir gemacht :)
Wir nennen es: "Der Angriff!"
Die Erde in der Ausstellung!
Und die Ausstellung hat mich wirklich beeindruckt! Die Bilder waren ansprechend, so voller Leben und Farbe, aber das aller beste an der Ausstellung: Eine riesengroße Erde! Wir haben Tag und Nacht aus Astronauten-Perspektive gesehen, die Wolkenbewegungen (super Zyklogenese über Italien - wirklich Lehrbuch-perfekt, Meteorologen, irgendwer?), den Grönland Eisschild, wie er schmilzt und fast bis zu Island wieder zufriert.... Wundervolle Arbeit! Und wenn es nicht so kalt und unbequem gewesen wäre auf den Stiegen, wir wären noch länger bei der Weltkugel geblieben!

Also alles in allem ein perfekter Ausflug? Naja, das nicht 100 Prozent (wenn auch fast), aber wir waren leider nicht die Einzigen, die bei dem schlechten Wetter irgendetwas drinnen machen wollten. Gefühlt war die ganze Bevölkerung Essens in dieser Ausstellung... Ach, ich bin nicht für große Städte gemacht... Ich mag die kleinen Ausstellungen, bei denen man ganz allein durchgeht und alle Bilder ganz für sich hat...

Essens Innenstadt, immer noch Regen und der Abschied

Paternoster fahren!
Foto von Sonja.
An meinem letzten Tag in Essen, wollte ich ein bisschen traditionelles Sight-Seeing machen. Also sind wir in Essens Innenstadt gefahren. Aber bevor die Kirchen-Fußgängerzone-Sehenswürdigkeiten-Tour losgehen konnte, mussten wir noch Lift fahren! Ja, Lift! Aber nicht nur irgendein Lift, sondern ein alter Paternoster! Ein Lift ohne Türen, der einfach auf und ab fährt und wo du reinspringen musst und... Ach, wenn ihr euch nicht auskennt, googelt es!
Das Essener Deiter-Glockenspiel
Und, war das super! Ich hätte den ganzen Tag auf und ab fahren können. Aber gut, wir wollten zu Mittag auch das Deiter-Glockenspiel hören. Leider war es kaputt :( Keine Glocken, kein Geräusch, nicht einmal die korrekte Zeit hat die Uhr oben angezeigt. Nett ausgesehen hat sie... Vermutlich ist diese Uhr das touristischste, was ich in Essen gesehen habe.
Die alte Synagoge im Hintergrund
die Altkatholische Friedenskirche im Vordergrund
Danach sind wir zum Essener Dom gegangen, zur alten Synagoge, zur Altkatholischen Friedenskirche und zum Jahrhundertbrunnen ohne Wasser. Vermutlich haben sie ihn schon winterfest gemacht.
Und weil uns der Regen die ganze Zeit verfolgt hat, war das auch schon die ganze Tour.

Meinen letzten Nachmittag in Essen habe wir ganz faul verbracht. Es war schön, aber auch ein bisschen traurig, weil ich ja nach Hause musste. Der Nachtzug hat mich schließlich zurück nach Wien gebracht.
Auch im Regen kann man Spaß haben!
Dieses Foto hat Sonja von mir am Jahrhundertbrunnen gemacht.

Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen in nächster Zeit bestimmt ein paar am ersten, sonnigen Tag in Essen geschriebene Werke auf!