Mittwoch, 24. Mai 2017

Boston Teil 1 - in der Sonne, im Regen, immer schreibend unterwegs

So grün, so pink, so blau - Boston, meine Inspiration für viele Texte

Der Steg am Charles River - mit Blick auf Cambridge - auf dem so mancher Text von mir entstand ...
Für drei Wochen hatte ich die Möglichkeit in Boston zu leben. Neben Arbeit und Alltag, wurde natürlich das Touristenprogramm abgezogen. Ein bisschen langsamer und gemütlicher als sonst, aber ja - die Hotspots der Stadt habe ich gesehen. In diesem Teil gibt es meine Lieblingsorte in Boston zum Lesen, Schreiben, Nachdenken und einfach Entspannen. Der nächste Blogpost wird sich mit der Geschichte, den Denkmälern und der Umgebung (Harvard in Cambridge) beschäftigen. Mehr Neu England Informationen gibt es in meinem Blogpost über Martha's Vineyard und Cape Cod

Charles River Esplanade 

Der Blick auf Boston von der Grünfläche am Charles River
Direkt am Charles River gibt es eine wunderschöne Promenade - vor allem im Frühling hat sie etwas fast schon Kitschiges - mit den in kräftigstem Pink blühenden Bäumen. Tausend Eichhörnchen laufen hin und her - sind hier noch ein bisschen scheuer als in den Parkanlagen und Gänsescharen mit ihren kleinen Küken grasen neben den Wegen und ignorieren jegliche menschliche Störefriede vollkommen. Für Touristen gibt es auch ein kleines Schmankerl: Die Hatch Memorial Shell - eine Open-Air Bühne - ist nicht nur ein schönes Fotomotiv. Im Sommer gibt es fast wöchentlich Gratis-Konzerte. Für mich am interessantesten waren aber die Holzstege mit ihren Sitzgelegenheiten und mehr als nur einmal habe ich dort meiner Inspiration freien Lauf gelassen. Der Nachteil: Am Charles River in Boston - auch bekannt als die windigste Stadt der USA - fühlt man sich schnell vollkommen durchgeblasen und erfroren. 

Die Parkanlagen in Boston

 
Der Eingang zum Public Garden in Boston
Mein kleiner Freund, den ich
im Boston Common kennengelernt
habe

An den kälteren Tagen habe ich mich also in den Boston Common bzw. im Public Garden (zwei direkt nebeneinander liegende Parkanlagen) begeben. Der ältere - Boston Common, eröffnet 1634 - hat mir selbst nicht so zu gesagt. Viel gepflegter, voller Bäume und im Frühling wahrlich grün - plus einem See in der Mitte - war mein Anziehungspunkt eher der Public Garden. Hier kommen die Eichhörnchen zu einem auf die Parkbank, beschnüffeln dich und sind schlichtweg entzückend süß - wenn auch ein bisschen ablenkend beim Arbeiten.

Wo schreibe ich an Regentagen?

Der Lesesaal Bates Hall in der Boston Public Library
In einer Bibliothek! Ohja - Bibliotheken forever! Da ich seit meiner Weltreise ein bisschen auf Sparkurs bin, habe ich die bezahlte J. F. K. Library ausgelassen. Fiel mir nicht schwer - denn in meiner Nähe gab es gleich die Boston Public Library. Diese Bibliothek ist nicht nur die älteste öffentliche Bibliothek der USA (geöffnet 1848), sondern auch die erste, die Bücher - anstatt sie nur aufzubewahren - auch verlieh! Die Außenfassade ist zwar schon schön, aber nicht so beeindruckend wie die Innenräume. Wandgemälde und Löwenstatuen schmücken das Stiegenhaus, im Lesesaal, der Bates Hall, gibt es 15 herrliche Bogenfenster und wunderbare Beleuchtung. Wenn das Wetter dann besser wird, kann man sich im gemütlichen Innenhof ausbreiten. Schade, dass es diese Bibliothek noch nicht in mein Weltreise Ranking geschafft hat. 

Zwischenstopps beim Erkunden der Waterfront von Boston

Der Blick vom Harbor Walk auf den Bostoner Hafen
Man weiß nie, wann einen die Muse küsst, darum habe ich auch meinen Notizblock und einen Stift immer dabei. Wie richtig ich daran lag, merkte ich bei meinem Spaziergang am Harbor Walk (Da das ein Eigenname ist, verwende ich ausnahmsweise die amerikanische Schreibweise .. Ach, wie komisch Harbour ohne das u aussieht).
Insgesamt könnte man 76 km an der Wasserfront entlang spazieren und von den Piers auf die Schiffe und Boote und übers Meer blicken. Ich habe nur den Teil "bewandert", der im Zentrum von Boston liegt - danach ging es weiter nach North End - aber dazu dann später mehr.
Ich bin am Christoph Columbus Waterfront Park losmarschiert. Immer wieder musste ich die Kamera zücken, um den Hafen zu fotografieren und - weil ich Glück mit dem strahlenden Sonnenschein-Wetter hatte - mich gelegentlich hinsetzen, auf das blaue Wasser blicken und schreiben. Wer in Boston ist, MUSS - zumindest ein kurzes Stück - am Harbor Walk schlendern.

Geht man den Harbor Walk entlang, kommt man auch am Christoph Columbus Park vorbei. Hier ein Blick über den Park auf Boston.
Huch - in drei Wochen sieht man doch mehr, als gedacht, darum folgt so bald als möglich, ein zweiter Teil von Boston, in dem ich mich auf einen anderen Aspekt der Stadt konzentrieren werde.

Mehr Fotos!

Mehr Bilder von Boston und überhaupt von meinen Reisen gibt es auf meinem Instagram Account.

Und zum Abschluss

Wenn Du gerne liest (und das tust Du, denn sonst wärst Du nicht so weit gekommen), besuch doch auch meine Website viola.semper.at - dort tauchen immer wieder von meinen Reisen inspirierte Texte auf. Zum Beispiel: Wo das Rauschen des Meeres wartet

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